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Präventionskultur – Wie wichtig sind Sicherheit und Gesundheit in deutschen Unternehmen?

Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz sind mehr als die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und sicherheitstechnischer sowie arbeitsmedizinischer Maßnahmen. Die Berufsgenossenschaften, Unfallkassen und die gesetzliche Unfallversicherung werben für einen systematischen und dauerhaften Prozess in den Unternehmen – eine Präventionskultur. Wie es um die bestellt ist, zeigt eine aktuelle Umfrage unter Unternehmensleitungen und Beschäftigten.

Berlin (csr-news) > Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz sind mehr als die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und sicherheitstechnischer sowie arbeitsmedizinischer Maßnahmen. Die Berufsgenossenschaften, Unfallkassen und die gesetzliche Unfallversicherung werben für einen systematischen und dauerhaften Prozess in den Unternehmen – eine Präventionskultur. Wie es um die bestellt ist, zeigt eine aktuelle Umfrage unter Unternehmensleitungen und Beschäftigten.

Mit der Kampagne „Kultur der Prävention“ sollen ab dem nächsten Jahr Unternehmen überzeugt werden, die Themen Sicherheit und Gesundheit nicht nur punktuell zu behandeln. Vielmehr sollen Werte wie Sicherheit und Gesundheit auf individueller, organisationaler und gesellschaftlicher Ebene ins Denken und Handeln integriert werden. Anhand verschiedener Indikatoren lässt sich feststellen, ob und inwieweit Unternehmen und Einrichtungen bereits diesen ganzheitlichen Ansatz verfolgen. Mit der Umfrage sollte ein klares Bild geschaffen werden, damit die Kampagne am Ende an den richtigen Stellen ansetzt. Die Fragen an die Unternehmen zielten deshalb auf zentrale Handlungsfelder der Kampagne ab. Dazu gehört die Prävention als integrierter Bestandteil aller Aufgaben, die Themen Führung, Kommunikation, Beteiligung, Fehlerkultur aber auch das Betriebsklima. Dazu wurden Führungskräfte in 500 Unternehmen und Einrichtungen verschiedener Branchen und Größen befragt. Im Rahmen einer Bevölkerungsumfrage konnte zudem die Sicht von 942 Beschäftigten dazugewonnen werden.

praventionskultur

Quelle: DGUV

Wichtigstes Ergebnis der Befragung: Unternehmen und Einrichtungen, die Sicherheit und Gesundheit ernst nehmen und fördern, erhalten auch bessere Bewertungen bei den Themen gute Führung, Kommunikation und Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Dieses Ergebnis zeigt, dass wir mit der Kampagne richtigliegen. Sicherheit und Gesundheit im Betrieb müssen im Zusammenhang gesehen werden. Die Kultur der Prävention ist eine Querschnittsaufgabe“, so Walter Eichendorf, stv. Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Differenziert man bei den Antworten speziell nach dem Kriterium der Betriebsgröße fällt auf, dass größere Betriebe grundsätzlich nicht besser beurteilt werden als kleinere Betriebe oder umgekehrt. Jedoch wird die eigene Präventionskultur in Kleinstbetrieben und Großbetrieben eher besser bewertet als in mittleren Betrieben mit 50 bis 249 Beschäftigten. Bei den unterschiedlichen Branchen ist auffällig, dass die eigene Präventionskultur im öffentlichen Dienst vor allem von den Unternehmensleitungen in vielen Punkten schlechter bewertet wird als im produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsgewerbe.

Die Untersuchung „Kultur der Prävention in Unternehmen und Bildungseinrichtungen“ zum Download.