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Elfenbeinküste erhöht staatlich garantierten Kakaopreis

Mindestens 1,67 Euro (1.100 CFA) sollen die Kakaobauern in der Elfenbeinküste zukünftig für ein Kilogramm Kakaobohnen bekommen. Diese hat Coulibaly Siaka Minayaha, Direktor im Landwirtschaftsministerium, zu Beginn der 3. Nationalen Kakaotage in Abidjan angekündigt.

Abidjan (csr-news) > Mindestens 1,67 Euro (1.100 CFA) sollen die Kakaobauern in der Elfenbeinküste zukünftig für ein Kilogramm Kakaobohnen bekommen. Diese hat Coulibaly Siaka Minayaha, Direktor im Landwirtschaftsministerium, zu Beginn der 3. Nationalen Kakaotage in Abidjan angekündigt. Der staatlich garantierte Kakaopreis steigt damit um 10 Prozent. Der Kakaopreis wird einmal jährlich zu Beginn der Erntesaison festgelegt und seine Einhaltung von der staatlichen Behörde Conseil du Café-Cacao (CCC) konsequent nachgehalten.

Hauptthema der Nationalen Kakaotage waren allerdings die Herausforderungen, denen sich die nationale Kakaowirtschaft gegenübersieht. Die Regierung setzt auf die Stärkung der Frauen, die Einführung eines nationalen Kakaosiegels, auf Einkommenssicherung für die Kakaobauern, den verstärkten Austausch zwischen den Beteiligten in der Wertschöpfungskette und die Anpassung an den Klimawandel. Coulibaly Siaka Minayaha betonte, alle Akteure müssten gemeinsam agieren, um den neuen Herausforderungen in der Kakaoproduktion zu begegnen.

Diesem Anliegen sieht sich auch das Forum Nachhaltiger Kakao verpflichtet. Wolf Kropp-Büttner, Vorstandsvorsitzender des Forum Nachhaltiger Kakao, begrüßte das Engagement der Côte d’Ivoire: „Die benannten Herausforderungen wie Einkommenssteigerung für die Kakaobauern und Stärkung der Frauen decken sich inhaltlich stark mit der Arbeit des Forums und mit unseren Zielen. Nicht zuletzt durch unser Projekt PRO-PLANTEURS leisten wir aktiv einen Beitrag dazu.“ Die Côte d’Ivoire ist seit 2015 Partnerland der Multistakeholder-Initiative. Über das Projekt PRO-PLANTEURS engagiert sich das Forum mit seinen über 70 Mitgliedern aus Industrie, Handel und Zivilgesellschaft unter der Beteiligung auch der deutschen Bundesregierung vor Ort und unterstützt aktuell 12.000 Kakaobauern und deren Familien.

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