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122 Millionen Menschen droht laut FAO extreme Armut durch Klimawandel

Der Klimawandel könnte bis zum Jahr 2030 weltweit bis zu 122 Millionen Menschen zusätzlich in extreme Armut stürzen. Vor allem Kleinbauern in Südasien und Afrika seien durch zu erwartende Extremwetterlagen bedroht, hieß es in einem am Montag veröffentlichten Jahresbericht der Welternährungsorganisation (FAO).

Rom (afp) > Der Klimawandel könnte bis zum Jahr 2030 weltweit bis zu 122 Millionen Menschen zusätzlich in extreme Armut stürzen. Vor allem Kleinbauern in Südasien und Afrika seien durch zu erwartende Extremwetterlagen bedroht, hieß es in einem am Montag veröffentlichten Jahresbericht der Welternährungsorganisation (FAO).

Die FAO warnt vor den Risiken des Klimawandels für sich weitgehend selbst versorgende Bauern sowie vor Versorgungsunsicherheiten für ganze Regionen. Nötig sei deshalb ein breitangelegter Wandel des Ernährungs- und Agrarsektors mit einem Schwerpunkt auf die vielen Kleinproduzenten. „Wir können nicht länger sicherstellen, dass wir auch ernten, was wir gesät haben“, erklärte der FAO-Generaldirektor José Graziano da Silva.

Mit einem Anteil von 21 Prozent an der globalen Produktion von Treibhausgasen ist die Landwirtschaft einer der Hauptverursacher des Klimawandels. Zugleich ist der Agrarsektor besonders stark von den Folgen der Erderwärmung betroffen, weil Ernten durch Dürren, Fluten und Stürme vernichtet werden.

Die FAO fordert eine Anpassung an Extremwetterlagen durch den Anbau von Pflanzen, die Hitze widerstehen und Dünger effizient in Wachstum umsetzen. Zudem müsse Wasser klüger genutzt und gespeichert werden. Die FAO rief die Unterzeichnerstaaten des UN-Klimaabkommens auf, ihre Zusagen zu erfüllen und Entwicklungsländer beim Umgang mit den Folgen des Klimawandels zu unterstützen.