Nachrichten

Supermarktvergleich: Greenpeace kritisiert Umgang mit Pestiziden

Mit welchen Maßnahmen engagieren sich Handelsketten für weniger Pestizide im Anbau von regionalem Obst und Gemüse. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace wollte dies von den zehn führenden Unternehmen im Lebensmitteleinzelhandel wissen. Die Rewe-Group konnte dabei die überzeugendsten Antworten liefern.

Hamburg (csr-news) > Mit welchen Maßnahmen engagieren sich Handelsketten für weniger Pestizide im Anbau von regionalem Obst und Gemüse. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace wollte dies von den zehn führenden Unternehmen im Lebensmitteleinzelhandel wissen. Die Rewe-Group konnte dabei die überzeugendsten Antworten liefern. Das Unternehmen untersucht jedes Jahr an die zehntausend Feld- und Endprodukte auf Pestizide und veröffentlicht die Ergebnisse. Im Ranking belegte Rewe damit den ersten Platz. Doch insgesamt müssten alle Supermarktketten ihre Anstrengungen bei der Reduzierung von Pestiziden deutlich erhöhen, lautet das Fazit der Untersuchung. Christiane Huxdorff, Landwirtschaftsexpertin von Greenpeace: „Alle Supermärkte müssen sich stärker dafür einsetzen, dass Mensch und Umwelt vor giftigen Spritzmitteln geschützt werden.“

greenpeace_handelsketten_pestizide

In elf Kategorien prüfte Greenpeace die Handelsketten: Gefragt wurde, wie sich Rewe, Lidl und Co. für weniger Pestizide einsetzen. Dazu zählen die Zusammenarbeit mit Landwirten und eigene Laboranalysen. Punkte wurden unter anderem auch für Transparenz, Bienenschutz und einen hohen Anteil an Bio-Produkten vergeben. Auf Rewe/Penny folgen Kaufland, Aldi Süd, Metro und Lidl im Ranking. Aldi Süd bietet eine besonders transparente Veröffentlichung von Pestizidanalysen, Lidl hat einen vergleichsweise strikten Grenzwert für Pestizide in Produkten. In fast allen Kategorien schlecht abgeschnitten haben Norma, Edeka/Netto, Aldi Nord, Globus und Coop.

Gemeinsam mit den Landwirten müssten sich die Handelsketten jedoch für einen geringeren Pestizideinsatz engagieren. „Oft können Agrargifte in Obst und Gemüse, das im Supermarkt liegt, nicht mehr nachgewiesen werden“, so Huxdorff. Doch das darf nicht über die Folgen des Pestizideinsatzes hinwegtäuschen. Viele Pestizide sind sehr langlebig und überdauern Jahre im Boden. Sie werden ausgewaschen und gelangen so in Flüsse und Trinkwasser. So bemängelt Greenpeace auch bei Rewe, dass es keine Verbote besonders gefährlicher Pestizide gibt. Rewe-Erzeuger dürfen auch giftige Spritzmittel einsetzen, die Bienen bedrohen.