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IHK-Organisation führt ihr Integrationsprojekt „Ankommen in Deutschland“ weiter

Berlin (csr-news) > Vor einem Jahr startete die Organisation der Industrie- und Handelskammern (IHKs) ihr Aktionsprogramm „Ankommen in Deutschland – Gemeinsam unterstützen wir Integration!“. Mittlerweile seien wichtige Weichen gestellt heißt es in der ersten Zwischenbilanz. Deshalb halte man an der Weiterführung des Programms fest und will die Aktivitäten 2017 ausbauen.

Rund 20 Millionen Euro hat die die IHK-Organisation in diesem Jahr in das Integrationsprojekt investiert und damit zahlreiche Aktivitäten finanziert. Diese konzentrieren sich auf acht unterschiedliche Aktionsfelder, von denen einige flächendeckend angeboten werden. Dazu gehört beispielsweise die Beratung von Unternehmen die sich für die Integration von Flüchtlingen engagieren wollen. In anderen Programmen werden junge Flüchtlinge direkt angesprochen und bei beruflichen Orientierung oder der Suche nach einem Ausbildungsplatz unterstützt. Alleine 800 Veranstaltungen wurden seit dem Start des Programms durchgeführt und damit über 14.000 Unternehmen erreicht. Man blickt also auf einige Erfolge zurück und sieht wichtige Weichen für die weitere Arbeit gestellt. Deshalb soll das Programm im kommenden Jahr aufgestockt werden.

„Die IHK-Organisation setzt ihr Engagement zur Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Beschäftigung 2017 auf hohem Niveau fort“, sagte Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Wir werden gemeinsam noch einmal ein Volumen von 15 Millionen Euro investieren.“ Weiterhin würden 160 Mitarbeiter eingesetzt, um Betriebe und Flüchtlinge zu informieren, zu beraten und zu unterstützen, berichtete er. Dabei wollten viele IHKs ihre Angebote in den kommenden Monaten ausweiten – dies gelte gerade für die Unterstützung von Flüchtlingen bei der Existenzgründung.

dihk

Durch die Zusammenarbeit mit den Unternehmen vor Ort und lokalen Kooperationen mit Arbeitsagenturen und Jobcenter, Berufsschulen, Städte und Gemeinden würden die Berater der IHK einen guten Einblick in die konkreten Herausforderungen bekommen. So wird schnell deutlich wo Unterstützung notwendig ist und welche Verbesserungspotenziale bestehen. „Dazu zählt insbesondere ein schnellerer und weitergehender Spracherwerb – vorzugsweise ausbildungsbegleitend und betriebsbezogen, da die im Integrationskurs vermittelten Kenntnisse vielfach als nicht ausreichend gesehen werden“, so Schweitzer. Das Interesse und der Bedarf in den Unternehmen ist weiterhin groß.

Damit die Arbeit der IHK und der angeschlossenen Unternehmen auch erfolgreich verläuft, ist der unkomplizierte Kontakt zu den Flüchtlingen notwendig. Dieser erfolgt in den meisten Fällen über die Berufsschule. Über 90 Prozent der Handelskammern gaben an, den Kontakt zu den Flüchtlingsklassen der Berufsschulen zu suchen, in den die jungen Flüchtlinge Berufsvorbereitungs- und Qualifizierungsmaßnahmen absolvieren. Mit über 70 Prozent der Nennungen sind auch Informationsveranstaltungen und Jobbörsen der Bundesagentur für Arbeit sehr beliebt, fast ebenso wie Sprach- und Integrationskurse. Daneben gehen IHKs viele weitere unterschiedliche Wege, beispielweise mit lokalen Initiativen oder ehrenamtlichen Helfern.