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Bundesrat billigt Reform von Leiharbeit und Werkverträgen

Für Leiharbeiter gelten ab April neue Regeln. Der Bundesrat billigte am Freitag die Reform, die vor allem neue Vorschriften zu Bezahlung und Einsatzdauer vorsieht.

Berlin (afp) > Für Leiharbeiter gelten ab April neue Regeln. Der Bundesrat billigte am Freitag die Reform, die vor allem neue Vorschriften zu Bezahlung und Einsatzdauer vorsieht. Demnach muss ein Leiharbeiter spätestens nach neun Monaten so bezahlt werden wie die Stammbelegschaft beim “Entleiher”.

Außerdem darf ein Leiharbeiter maximal 18 Monate lang an den selben Betrieb ausgeliehen werden – danach muss er entweder die Einsatzstelle wechseln oder von dem Unternehmen, bei dem er bisher tätig war, übernommen werden. Der Einsatz von Leiharbeitern als Streikbrecher wird explizit verboten.

Um den Missbrauch von Werkverträgen einzudämmen, muss eine Arbeitnehmerüberlassung künftig immer offengelegt werden. Es soll nicht mehr möglich sein, einen Werkvertrag nachträglich als Leiharbeit umzudeklarieren und damit zu legalisieren. Auch müssen Betriebsräte über ein Einsatz von Leiharbeit und Werkverträgen unterrichtet werden.