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BMZ und Weltbank gemeinsam gegen den Klimawandel

Bundesminister Gerd Müller und Weltbankpräsident Jim Yong Kim haben eine engere Zusammenarbeit Deutschlands und der Weltbank im Kampf gegen den Klimawandel vereinbart. Deutschland unterstützt die Weltbank mit 105 Millionen Euro zur Umsetzung entsprechender Programme.

Berlin (csr-news) > Bundesminister Gerd Müller und Weltbankpräsident Jim Yong Kim haben eine engere Zusammenarbeit Deutschlands und der Weltbank im Kampf gegen den Klimawandel vereinbart. Deutschland unterstützt die Weltbank mit 105 Millionen Euro zur Umsetzung entsprechender Programme. „Klimawandel schafft Armut“, so Müller. „Es sind die Menschen in den Entwicklungsländern, die am meisten unter dem Klimawandel leiden und am wenigsten dafür können. Sie wollen wir gemeinsam schützen.“ Dafür sollen unter anderem bis 2020 rund 400 Millionen Menschen gegen Klimarisiken versichert werden. Die Klimarisikoversicherungs-Initiative InsuResilience würde entsprechende Lösungswege für betroffene Länder aufzeigen. So hilft die Initiative zum Beispiel kleinen Inselstaaten, die Folgen von zunehmenden Tropenstürmen zu bewältigen oder Dürren in Afrika besser vorzubeugen und Schäden für Mensch und Vieh zu begrenzen.

Außerdem sieht die Vereinbarung eine Zusammenarbeit beim Waldschutz vor. Die Waldkohlenstoffpartnerschaft der Weltbank belohnt Länder für Erfolge im Waldschutz. Der Wald ist die direkte Lebensgrundlage von mehr als 1,6 Milliarden Menschen weltweit. Seine nachhaltige Nutzung und der aktive Erhalt von Wäldern würde ihnen Arbeit und Einkommen sichern. Müller erklärte, auch die Weltbank müsse ihre gesamte Arbeit an den Klima- und Nachhaltigkeitszielen ausrichten.

Konkret soll den Ländern bei der Umsetzung des Weltklimavertrags geholfen werden. Die neue globale NDC-Partnerschaft (Nationally Determined Contributions), in denen die Vertragsstaaten ihre Emissionsminderungs- und Anpassungsziele bis zum Jahr 2030 formuliert haben, unterstützt die Entwicklungsländer bei der Umsetzung ihrer Klimaschutzbeiträge zum Pariser Abkommen. Über 40 Entwicklungsländer, Industrieländer und internationalen Organisationen arbeiten hier zusammen. Die Partnerschaft wird der Umsetzungsmotor für maßgeschneiderte Klimalösungen in Entwicklungsländern sein.

Kim: „Wir können extreme Armut nicht beseitigen, ohne gegen den Klimawandel anzugehen, und wir müssen rasch handeln, wenn wir unser Ziel erreichen wollen, die Klimaerwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Klimakatastrophen haben gravierende menschliche und wirtschaftliche Folgen und oft zahlen die Ärmsten den höchsten Preis. Deshalb setzen wir uns gemeinsam mit der deutschen Regierung für die Schaffung von Resilienzmechanismen ein, die verhindern, dass bereits erzielter Fortschritt durch diese Klimakatastrophen zunichte gemacht wird.“ Deutschland wird im Rahmen seiner G20-Präsidentschaft 2017 eng mit der Weltbank zusammenarbeiten, um mit Industrie- und Schwellenländern einen verantwortungsvollen Kurs für die Hauptleidtragenden des Klimawandels einzuschlagen.

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