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„Breitbart“ ruft zum Boykott von Kellogg’s auf

Der Kellogg’s-Konzern sieht sich mit einem Boykottaufruf der ultrarechten US-Website „Breitbart News“ konfrontiert, die bislang von einem Spitzenberater des designierten US-Präsidenten Donald Trump geleitet wird. Anlass für die Protestaktion ist die Entscheidung des Frühstücksflocken-Herstellers nicht weiter Werbung auf der Website zu platzieren.

Washington (afp) > Der Kellogg’s-Konzern sieht sich mit einem Boykottaufruf der ultrarechten US-Website „Breitbart News“ konfrontiert, die bislang von einem Spitzenberater des designierten US-Präsidenten Donald Trump geleitet wird. Anlass für die Protestaktion ist die Entscheidung des Frühstücksflocken-Herstellers nicht weiter Werbung auf der Website zu platzieren. „Breitbart“ sprach von einem „Akt der Diskriminierung und starken Voreingenommenheit“ und rief seine Leser auf, keine Kellogg’s-Produkte mehr zu kaufen. Die Website lancierte eine Petition gegen den Konzern im Internet, die nach Angaben der Publikation bis zum Donnerstag von mehr als 125.000 Menschen unterzeichnet wurde.

Kellogg’s begründete den Anzeigenstopp damit, dass „Breitbart“ nicht mit den „Werten“ des Unternehmens auf einer Linie liege. Nach Angaben von Konzernsprecher Kris Charles war die Werbung auf der Website in automatisierter Weise geschaltet worden. Dem Konzern sei deshalb nicht bewusst gewesen, dass seine Anzeigen dort erschienen. Vielmehr sei das Unternehmen erst durch Verbraucher darauf hingewiesen worden.

Die auf Verschwörungstheorien und harte Angriffe gegen die wirtschaftliche wie politische Elite spezialisierte Website hatte im Wahlkampf Trump vehement unterstützt. Im Sommer machte der republikanische Präsidentschaftskandidat dann den „Breitbart“-Chef Stephen Bannon zu seinem Kampagnenchef. Nach seinem Wahlsieg hat Trump ihn zu seinem künftigen Chefstrategen im Weißen Haus ernannt, was große Empörung unter den Trump-Kritikern auslöste.

 

 

 

 

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