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Schüler und Studenten sollen besser auf „digitale Welt“ vorbereitet werden

Die Kultusminister der Länder wollen Schüler und Studenten besser auf Chancen und Herausforderungen durch die fortschreitende Digitalisierung vorbereiten. Die Kultusministerkonferenz (KMK) verabschiedete dazu am Donnerstag in Berlin die Strategie „Bildung in der digitalen Welt“, die etwa wesentliche Anforderungen für künftige Lehrpläne oder an die Ausstattung von Schulen oder Hochschulen beschreibt. Die Vereinbarungen betreffen neben Schulen und Hochschulen auch die Berufsausbildung.

Berlin (afp) > Die Kultusminister der Länder wollen Schüler und Studenten besser auf Chancen und Herausforderungen durch die fortschreitende Digitalisierung vorbereiten. Die Kultusministerkonferenz (KMK) verabschiedete dazu am Donnerstag in Berlin die Strategie „Bildung in der digitalen Welt“, die etwa wesentliche Anforderungen für künftige Lehrpläne oder an die Ausstattung von Schulen oder Hochschulen beschreibt. Die Vereinbarungen betreffen neben Schulen und Hochschulen auch die Berufsausbildung.

Die KMK-Präsidentin und Bremer Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) sprach von einem klaren Handlungskonzept. „Digitale Medien halten ein großes Potential zur Entwicklung und zum Einsatz neuer Lehr- und Lernprozesse bereit, sie tragen dazu bei, Schülerinnen und Schüler individuell noch besser zu fördern und damit unsere Anstrengungen für mehr Chancengerechtigkeit durch Bildung zu unterstützen“, erklärte sie. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) sagte den „Passauer Neuen Nachrichten“ vom Freitag, Bund und Länder seien bei dem Thema nicht weit auseinander. „Unsere Grundlinien passen gut zusammen.“ Sie sei gespannt, welche Maßnahmen die Kultusminister gemeinsam umsetzten und was jedes Land allein vorhabe. Ihren im Oktober vorgeschlagenen milliardenschweren Digitalpakt will sie ab Januar mit den Ländern verhandeln. Laufe alles wie von ihr geplant, könnten die ersten Mittel ab Anfang 2018 abgerufen werden.

Die KMK setzt sich in dem Strategiepapier unter anderem zum Ziel, dass möglichst bis 2021 jeder Schüler jederzeit, wenn es im Unterricht sinnvoll ist, eine „digitale Lernumgebung und einen Zugang zum Internet“ nutzen kann. Voraussetzung dafür seien unter anderem die Ausstattung der Schulen, aber auch die Klärung verschiedener rechtlicher Fragen etwa zum Datenschutz oder zum Urheberrecht. Die Länder nehmen sich zudem vor, in ihre Lehr- und Bildungspläne die Kompetenzen aufzunehmen, „die für eine aktive, selbstbestimmte Teilhabe in einer digitalen Welt erforderlich sind“. Dieses Ziel bezieht sich dabei aber nicht auf ein eigenes Fach, sondern auf alle Fächer. Die Länder verpflichten sich in der verabschiedeten Strategie, dass alle Schüler, die zum Schuljahr 2018/2019 eingeschult werden oder in weiterführende Schulen eintreten, „bis zum Ende der Pflichtschulzeit die in diesem Rahmen formulierten Kompetenzen erwerben können“.

Ein Schwerpunkt der Strategie ist zudem die Aus- und Fortbildung der Lehrer für die Digitalisierung. „Der Motor dieser Entwicklung müssen die lehrerbildenden Hochschulen sein“, heißt es in dem Papier. Der Deutsche Philologenverband begrüßte das Konzept als „sehr differenzierten, vernünftigen, aber auch zukunfts- und lösungsorientierten Ansatz“. Verbandschef Heinz-Peter Meidinger nannte es allerdings äußerst ambitioniert, dass die Schüler die Kompetenzen bereits ab dem Schuljahr 2018/19 verbindlich erwerben können sollen. Er könne nur hoffen, dass die Bundesländer die nötigen Ressourcen auch wirklich zur Verfügung stellen.

 

 

 

 

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