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Brauchen wir einen Verbraucherschutz 4.0?

Düsseldorf (csr-news) > Die Digitalisierung hat die Konsumwelt der Menschen drastisch verändert und bestimmt mittlerweile große Teile des Alltags. Doch während die technologischen Entwicklungen rasant verlaufen, hinkt der Verbraucherschutz oft hinterher. Die Diskussion der Risiken erfolgt oft erst, wenn Missstände augenfällig werden. Eine öffentliche Debatte über die wichtigsten Eckpunkte eines modernen Verbraucherschutzes 4.0 findet hingegen kaum statt.

Nordrhein-Westfalen hat 2016 den Vorsitz in der Verbraucherschutzministerkonferenz inne und bei zwei Konferenzen wurden wichtige Impulse für den digitalen Verbraucherschutz gesetzt. Um die Diskussion über wichtige Grundlagen eines Verbraucherschutzes in der digitalen Welt weiter zu forcieren, hat heute Nordrhein-Westfalens Verbraucherschutzminister Johannes Remmel den Entwurf des Positionspapiers „Verbraucherschutz 4.0“ vorgestellt. „Anpassungen und Veränderungen sind auf allen gesetzgeberischen Ebenen notwendig, das hat nicht zuletzt die Sonder-Verbraucherschutzministerkonferenz Ende November gezeigt“, forderte NRW-Verbraucherschutzminister Johannes Remmel.

Zeitgleich startet mit der Vorstellung des Positionspapiers in Berlin ein Konsultationsprozess, der sich unter anderem an Verbände der Wirtschaft, Verbraucherverbände, Datenschutzorganisationen, Wissenschaft und Politik wendet. „Wir wollen nicht nur unsere Positionen zu einem zeitgemäßen digitalen Verbraucherschutz vorstellen, sondern gleichzeitig in die Diskussion mit den Verbänden und Interessensvertretern gehen“, sagte Minister Remmel.

Heute startet der Konsultationsprozess; alle Interessierten haben nun acht Wochen lang bis zum 13. Februar 2017 die Gelegenheit zur Stellungnahme. Die Stellungnahmen werden ausgewertet und bei der Weiterbearbeitung des Papiers berücksichtigt.

Das Positionspapier und Informationen zum Konsultationsprozess finden Sie hier: http://www.konsultation-vier-punkt-null.nrw.de/