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Mindestens 20 Tote bei Minenunglück in Demokratischer Republik Kongo

Bei einem Minenunglück in der Demokratischen Republik Kongo sind mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich in der Nacht zu Sonntag in einer Goldmine im Osten des Landes in der Region Süd-Kivu, wie der Bergbauminister der Region, Apollinaire Bulindi, am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP sagte.

Bukavu (afp) > Bei einem Minenunglück in der Demokratischen Republik Kongo sind mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich in der Nacht zu Sonntag in einer Goldmine im Osten des Landes in der Region Süd-Kivu, wie der Bergbauminister der Region, Apollinaire Bulindi, am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP sagte. Es sei zu befürchten, dass die Opferzahl noch weiter steigen werde.

Viele Menschen hätten “in dieser Mine ordnungswidrig gearbeitet”, sagte der Minister weiter. Er sprach von “illegalen Bergleuten”. Die Behörden der Provinz hätten keine Kontrolle über die Mine, es seien “Soldaten, die dort arbeiten”. Die Makungu Mine, wo sich das Unglück ereignete, liegt in der Gegend von Fizi in Süd-Kivu.

Die Provinz Süd-Kivu hat mit die größten Rohstoff-Vorkommen der Demokratischen Republik Kongo in Zentralafrika. Ein großer Teil des Goldes, das dort abgebaut wird, wird aber aus dem Land nach Uganda, Ruanda oder Burundi geschmuggelt und von dort vermutlich nach Dubai.

In der Demokratischen Republik Kongo kommt es häufiger zu Felsschlägen oder Erdrutschen in Minen, die oft nur halblegal und ohne professionelle Sicherheitsstandards betrieben werden. Das Land zählt zwar zu den Weltmarktführern bei Rohstoffen wie Kobalt, ist zugleich aber eines der am wenigsten entwickelten Länder.