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66.000 tödliche Arbeitsunfälle in China im Jahr 2015

Die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle in China ist im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. 2015 kamen in der Volksrepublik bei 282.000 Arbeitsunfällen 66.000 Menschen zu Tode, wie es in einem Bericht auf der Internetseite des Nationalen Volkskongresses hieß.

Peking (afp) > Die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle in China ist im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. 2015 kamen in der Volksrepublik bei 282.000 Arbeitsunfällen 66.000 Menschen zu Tode, wie es in einem Bericht auf der Internetseite des Nationalen Volkskongresses hieß. Das waren etwa 2000 Opfer weniger als im Jahr zuvor. Es gab demnach 38 Unfälle mit mehr als zehn Toten oder einem Schaden von mehr als 50 Millionen Yuan (6,9 Millionen Euro).

Der Bericht wirft ein Schlaglicht auf die häufig gefährlichen Arbeitsbedingungen in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Demnach werden häufig Sicherheitsvorschriften in Kohleminen und Stahlfabriken unzureichend überwacht. Es gebe zudem eine „steigende Tendenz“ über Sicherheitsregeln hinwegzusehen, um eine stärkere wirtschaftliche Entwicklung zu erreichen.

Auch 2016 gab es eine Reihe schwerer Industrieunglücke in der Volksrepublik. Bei Explosionen in zwei Kohlebergwerken kamen Anfang Dezember 59 Menschen ums Leben. Im November waren bei einem schweren Unglück auf der Baustelle eines Kraftwerks knapp 70 Menschen getötet worden. Dort stürzte die Plattform eines Kühlturms in die Tiefe und begrub zahlreiche Arbeiter unter sich.