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Transparenz in der Lieferkette – Lidl veröffentlicht Hauptproduktionsstätten für Textilien und Schuhe

Als erster Lebensmitteleinzelhändler mit Non-Food-Sortiment hat Lidl auf der Unternehmens-Website die Hauptproduktionsstätten der Lieferanten für das Textil- und Schuhsortiment der Lidl-Eigenmarken veröffentlicht.

Neckarsulm (csr-news) > Es werden rund 650 Zulieferer aufgeführt, allesamt von Lidl direkt beauftragt. Subunternehmer dürfen nur nach vorheriger Genehmigung beschäftigt werden. Bangladesch, China oder Kambodscha sind in der Liste der Produktionsländer ebenso zu finden wie Deutschland, Niederlande oder Belgien. Die halbjährlich aktualisierte Liste umfasst Namen, Adressen und Länder sämtlicher Hauptproduktionsstätten. Damit wird die Herstellung der gesamten Schuh- und Textilkollektion der Lidl-Eigenmarken abgedeckt. „Wir wollen Transparenz in der Lieferkette schaffen und engagieren uns als Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland für sozial- und umweltverträgliche Bedingungen bei den Herstellern unserer Waren vor Ort“, so Jan Bock, als Mitglied der Geschäftsleitung von Lidl Deutschland verantwortlich für den Einkauf.

Lidl versteht sein Nachhaltigkeitsengagement entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Bei Eigenmarken ist dies möglich, bei Importwaren – beispielsweise Saisonartikel – deutlich schwieriger oder sogar unmöglich. So setzt Lidl vor allem auf langjährige und vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen mit seinen Zulieferern. Ziel ist es, mit den unabhängigen Unternehmen gemeinsam die Situation für die Beschäftigten in den Fabriken zu verbessern. Dazu zählt unter anderem die seit 2008 bestehende Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Mehr als 20 GIZ-Mitarbeiter, die ausschließlich für Lidl arbeiten, vermitteln in Schulungen internationale Arbeits- und Umweltschutzstandards in den Produktionsstätten. Lidl stellt zudem ausgewählte Möglichkeiten für die Gesundheitsvorsorge bereit und hat bereits 85.000 Tetanus-Schutzimpfungen für Textil-Mitarbeiter ermöglicht. Über die Mitgliedschaft in der „Business Social Compliance Initiative“ (BSCI) lässt Lidl zudem regelmäßig unabhängige Kontrollen durchführen. Dabei soll auch sichergestellt werden, dass keine genehmigten Subunternehmen beschäftigt werden.

 

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