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Gründung der französischen Agentur für Biodiversität

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Am 1. Januar 2017 hat die französische Agentur für Biodiversität (AFB) im Rahmen der Umsetzung des Gesetzes zum Schutz der Biodiversität und der Landschaften offiziell ihre Arbeit aufgenommen.

Berlin (csr-news) > Die AFB führt vier ehemalige Einrichtungen zusammen: das nationale Amt zum Schutz der Gewässer (ONEMA), das Netzwerk für Landschaftsräume (ATEN), die Agentur für Meeresschutzgebiete, die Vertretung der französischen Nationalparks und Mitarbeiter des nationalen Museums für Naturwissenschaften. In der Agentur werden 1 220 Mitarbeiter tätig sein, die sich auf drei Zentren (Brest, Montpellier, Vincennes) und auf 28 französische Regionen (auch Überseeregionen) verteilen.

Der kanadisch-französische Astrophysiker und Ehrenpräsident der AFB, Hubert Reeves, betonte die Notwendigkeit der Gründung dieser Agentur, die François Hollande bereits 2012 versprochen hatte: “Wir schneiden den Ast ab, auf dem wir sitzen, und bekommen somit die Auswirkungen der Zerstörung unserer Umwelt selbst deutlich zu spüren”. Laut Weltnaturschutzunion sind 9 Prozent der Säugertiere, 24 Prozent der Reptilien, 23 Prozent der Amphibien, 22 Prozent der Süßwasserfische und 32 Prozent der Brutvögel im französischen Mutterland vom Aussterben bedroht.

Wie die französische Agentur für Umweltschutz und Energie (ADEME) ist auch die AFB gegenüber dem französischen Ministerium für Umwelt, Nachhaltige Entwicklung und Energie rechenschaftspflichtig. Zu ihren Aufgaben gehört: der Schutz der Meeresgebiete, die Bestrafung von Umweltzerstörung, die Unterstützung bei politischen Entscheidungen, die Beratung und Ausbildung von Personal der öffentlichen Verwaltung und Wirtschaftsakteuren, die Erweiterung der Kenntnisse über die Artenvielfalt und die Bekämpfung invasiver tropischer Arten.