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Unternehmen mit dem CSR-Preis der Bundesregierung ausgezeichnet

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Es ist möglich soziale und ökologische Verantwortung wahrzunehmen, und zwar unabhängig von der Größe des Unternehmens. Dies wurde bei der Preisverleihung des 3. CSR-Preises der Bundesregierung deutlich. Die Gewinner stammen zwar aus unterschiedlichen Branchen, doch sie eint ihr tiefes Verständnis von unternehmerischer Verantwortung und ihr entsprechendes Handeln. Neben den drei Hauptpreisen wurden Sonderpreise für „verantwortliches Lieferkettenmanagement“ und „Betriebliche Integration von geflüchteten Menschen“ vergeben.

Berlin (csr-news) > In der Kategorie „Unternehmen bis 249 Mitarbeiter“ konnte das Bauunternehmen Gundlach GmbH & Co. KG aus Hannover mit seinem umfangreichen Nachhaltigkeitsansatz überzeugen. Vor allem das dauerhafte Engagement des Unternehmens hat die Jury überzeugt. Schon in der zweiten Generation beschäftigt man sich bei Gundlach mit CSR und hat bereits im Jahr 2000 einen ersten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Für Laudatorin Edda Müller (Transparency International) ein gutes Beispiel dafür, dass Unternehmensverantwortung nicht notwendigerweise große CSR- oder Compliance-Abteilungen benötigt. Neben dem klassischen Dreiklang der Nachhaltigkeit, hat das Unternehmen mit seinen 174 Mitarbeitern, seinen Verantwortungsbegriff inzwischen um den Aspekt Kultur erweitert.

Zunehmende Qualität der Wettbewerbsbeiträge

Das Naturkostunternehmen Rapunzel aus Legau in Bayern erhielt den CSR-Preis der Bundesregierung in der Kategorie „Unternehmen bis 999 Mitarbeiter“. Auch Rapunzel ist ein Beispiel dafür, wie sich ernsthaftes und dauerhaftes Engagement auch ökonomisch auszahlt. So setzt das Unternehmen beispielsweise auf eigene hohe Standards beim Umgang mit Palmöl und hat sich ein eigenes Liefernetzwerk für den Bezug fair und ökologisch gewonnenen Palmöls geschaffen. In dieser Größenkategorie, in der sich zahlreiche inhabergeführte Mittelständler befinden, findet CSR zunehmend Verbreitung. Laudatorin Birgit Riess betonte anerkennend die zunehmende Qualität der Wettbewerbsbeiträge. Dies mache es der Jury inzwischen deutlich schwerer, den würdigsten Preisträger zu finden.

Bei den großen Unternehmen ab 1.000 Mitarbeiter konnte sich der Hersteller von Sanitärarmaturen Grohe durchsetzen. Das international tätige Unternehmen beschäftigt mehr als 6.000 Mitarbeiter, davon rund 2.500 in Deutschland. Vor allem die innovativen Ansätze im Produktportfolio, mit denen Verbrauchern ein verantwortungsvoller Umgang mit Wasser erleichtert wird, zeichnen die Nachhaltigkeitsansätze des Unternehmens aus.

Gegen starke Mitbewerber konnte sich das Schweizer Naturkosmetikunternehmen Weleda in der Kategorie „Verantwortungsvolles Lieferkettenmanagement“ durchsetzen. Seit 1921 besteht das Unternehmen mit seinen rund 2.000 Mitarbeitern und seit dieser Zeit wird auf soziale, ökologische und wirtschaftliche Verantwortung großer Wert gelegt. So erfüllt das Unternehmen die umfassenden Standards der „Union for Ethical BioTrade (UEBT), laut Laudator Thorben Albrecht (BMAS) als einziges Unternehmen in Europa, und macht diese zur Grundlage seines Nachhaltigkeitsmanagements. Erklärtes Ziel des Unternehmens ist die vollständige Rückverfolgbarkeit der eingesetzten Rohstoffe.

Echte Perspektiven für Geflüchtete

Sechs Unternehmen waren für den Sonderpreis „Betriebliche Integration geflüchteter Menschen in kleinen und mittleren Betrieben“ nominiert. Hier einen einzigen Kandidaten auszuwählen erschien der Jury unmöglich und so entschloss man sich kurzerhand, den Preis an alle nominierten Unternehmen zu vergeben. Mit großem Engagement und manchmal ungewöhnlichen Wegen helfen diese Unternehmen jungen geflüchteten Menschen sich in Deutschland zu integrieren und sich eine echte Perspektive zu erarbeiten. Das ist im Alltag nicht immer einfach, wie sich bereits beim CSR-Praxistag zeigte, der vor der Preisverleihung stattfand. Den Sonderpreis erhielten die Bayerische Blumenzentrale aus Vaterstetten/Parsdorf, die boeba Montagen- und Aluminium-Bau GmbH aus Berlin, die ESTA Apparatebau GmbH & Co. KG aus Senden, der Milchviehbetrieb Wolters/Bauernkäserei Wolters GmbH aus Uckerland, die mevanta Pflegegesellschaft mbH aus Berlin und der Kfz-Betrieb Schmauder & Rau GmbH aus Kirchheim/Teck.

Wie auch in der Vergangenheit versteht sich der CSR-Preis der Bundesregierung als Lernpreis. Entsprechend bekommen alle Unternehmen die sich an der Wettbewerbsausschreibung beteiligt haben, ihr individuelles Feedback zu ihrem Nachhaltigkeitsansatz.

Einen ausführlicheren Bericht über die Resultate des CSR-Preises der Bundesregierung lesen Sie im nächsten Heft des CSR-MAGAZINs.

 

 

 

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