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Keine Mehrheit der EU-Staaten für Genmais-Zulassung

Die EU-Mitgliedstaaten haben sich nicht auf die Zulassung von drei Genmais-Sorten einigen können. Wie die EU-Kommission am Freitag mitteilte, gab es auch keine qualifizierte Mehrheit für ein Verbot der Zulassung. Damit liege die Entscheidung bei der Kommission.

Brüssel (afp) > Die EU-Mitgliedstaaten haben sich nicht auf die Zulassung von drei Genmais-Sorten einigen können. Wie die EU-Kommission am Freitag mitteilte, gab es auch keine qualifizierte Mehrheit für ein Verbot der Zulassung. Damit liege die Entscheidung bei der Kommission. Konkret ging es um die Erneuerung der Zulassung für den Genmais Mon801 des Herstellers Monsanto sowie die Erstzulassung für die Sorten Bt11 und 1507 der Anbieter Syngenta aus der Schweiz und Dupont aus den USA.

In den letzten beiden Fällen wäre es die erste Neuzulassung seit 1998 gewesen. Der Monsanto-Genmais war schon im Jahr 2007 zugelassen worden und wird in Europa bereits angebaut, vor allem in Spanien und Portugal. Auch Rumänien, Tschechien und die Slowakei kultivieren die Pflanze, die resistent ist gegen Schädlinge. In vielen Ländern ist der Genmais jedoch verboten – unter anderem in Deutschland sowie Frankreich, Italien, Polen, Ungarn und Österreich.

Aufgrund von Bestimmungen, die seit vergangenem Jahr gelten,  konnten die EU-Mitgliedstaaten nun bereits erklären, dass sie selbst bei einer Zulassung auf EU-Ebene den Anbau auf ihrem Territorium nicht gestatten würden. Insgesamt 17 Staaten haben dies laut Kommission für ihr gesamtes Gebiet getan, darunter Deutschland und die Nachbarländer Österreich, Frankreich, Niederlande, Polen, Dänemark und Luxemburg. Deutschland würde allerdings einer Zulassung für Forschungszwecke zustimmen.

Zwei Mitgliedstaaten nutzten die Ausstiegsklausel für Teile ihres Territoriums: Belgien mit Blick auf die Region Wallonie sowie Großbritannien für Schottland, Wales und Nordirland. „In der Praxis heißt dass: Falls die drei Genmais-Sorten auf EU-Ebene zugelassen werden, werden sie nicht auf den Gebieten angebaut, die von der Ausstiegsklausel profitieren“, erklärte eine Kommissionssprecherin. Die Behörde werde nun über die nächsten Schritte nachdenken.