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Hasselfeldt offen für „ordnungspolitische Linie“ bei Managergehältern

In der Debatte um die Höhe von Managergehältern bekommt die SPD Zuspruch aus der CSU für ihren Vorschlag, dass besonders hohe Vergütungen nicht mehr steuerlich absetzbar sein sollen. Die Politik könne nicht die Augen davor verschließen, dass viele Menschen sagten: „Gerecht ist das nicht mehr“, sagte CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt.

Berlin (afp) > Eine Diskussion über die steuerliche Absetzbarkeit sei daher gerechtfertigt. Die SPD will Anfang März einen Gesetzentwurf zur Begrenzung von Managergehältern und Bonuszahlungen vorlegen. Da eine allgemeine feste Obergrenze verfassungsrechtlich nicht möglich ist, wollen die Sozialdemokraten zumindest verhindern, dass die Allgemeinheit dafür mit bezahlt, indem Millionengehälter, Altersbezüge oder Abfindungen steuerlich abgesetzt werden können. Ab einer Summe von 500.000 Euro sollen Gehälter daher nach Ansicht der SPD nicht mehr abzugsfähig sein.

Hasselfeldt zeigte sich offen dafür, eine „ordnungspolitische Linie“ zu ziehen. Mit einer Regelung zur steuerlichen Absetzbarkeit sei ja nicht entschieden, dass sich die Höhe der Vergütung genau daran ausrichte. Absetzbare Zahlungen müssten aber „den Grundprinzipien der Verhältnismäßigkeit genügen“, sagte sie.

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