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„Wir müssen das Reporting harmonisieren“

Die Global Reporting Initiative ist das, was man in der CSR-Berichterstattung einen Big-Player nennen kann. Vor allem große Unternehmen folgen den bislang gültigen G4-Richtlinien. Mit der Einführung eines neuen Standards will man nun flexibler und zugänglicher sein. Der frischgebackene Generaldirektor Timothy Mohin ist optimistisch, dass das gelingt.

Von Dr. Tong-Jin Smith

Amsterdam (csr-magazin) > Die Global Reporting Initiative (GRI) hat einen neuen Generaldirektor. Timothy Mohin ist ein erfahrener Manager und Policy-Experte im Bereich des Nachhaltigkeitsmanagements mit rund 30 Berufsjahren. Nach Stationen als Umwelt- und CRS-Verantwortlicher bei Technologieunternehmen wie AMD, Apple und Intel, sowie davor in amerikanischen Regierungsorganisationen, allen voran bei der Environmental Protection Agency (EPA) hat Mohin zum 16. Januar eine ganz neue Rolle angenommen und ist von den USA in die Niederlande umgezogen.

„Es ist extrem spannend, nach all den Jahren auf Unternehmensseite, jetzt bei einer Non-Profit-Organisation zu arbeiten, wo sich alle zu 100 Prozent einer Sache verschrieben haben“, freut sich Mohin, der sich selbst als „Nachhaltigkeitsmann“ bezeichnet und jahrelang nicht nur für die Entwicklung und Umsetzung von CR-Maßnahmen, sondern auch für die entsprechende Berichterstattung verantwortlich war. Dabei hat er eine ganz realistische Sicht auf die Aufgaben, die ihm nun bevorstehen. „GRI ist in der Nachhaltigkeitsberichterstattung führend und ich habe großen Respekt vor dem, was bereits geleistet wurde. Aber es gibt noch viel zu tun.“

Vor allem wird Mohin nun den Übergang von den G4-Richtlinien zu den neuen, modularen GRI-Standards begleiten und möchte gleichzeitig den Prozess der Nachhaltigkeitsberichterstattung gemeinsam mit allen relevanten Stakeholdern weiterentwickeln. „Im Englischen gibt es den Ausspruch ‚too much of a good thing‘, was soviel bedeutet, dass zu viel einer guten Sache schlecht sein kann. Das ist in der CR-Berichtswelt der Fall. Wir haben zu viele verschiedene Standards, Prozesse, Indikatoren und Organisationen, die miteinander konkurrieren“, erklärt Mohin. Aus Sicht der Unternehmen stelle sich der Blick auf die Optionen chaotisch dar. Es mangele an Transparenz. Das gelte auch für die Konsumentenperspektive. Unternehmen und Verbraucher seien schlicht verwirrt.

„Wir brauchen mehr Transparenz, um den Prozess des Wandels wirklich voranzubringen. Gleichzeitig müssen wir das Reporting harmonisieren und die Fragmentierung reduzieren“, sagt Mohin. „Das habe ich mir auf die Fahnen geschrieben.“ Zu seinen Prioritäten gehöre daher auch, mit anderen Organisationen und Institutionen ins Gespräch zu kommen. Aus seiner Sicht seien die neuen GRI-Standards auch schon ein Schritt in die richtige Richtung. „Bislang haben wir die G4-Richtlinien genutzt und man könnte sagen, dass das auch gut funktioniert hat. Aber mit den Standards haben wir in einem Multi-Stakeholder-Verfahrungen eine Art Lingua Franca entwickelt, wie wir künftig Nachhaltigkeit messen und abbilden wollen.“ Der große Vorteil der Standards sei dabei, dass man einzelne Module verändern und anpassen kann, ohne das gesamte Regelwerk in Frage zu stellen oder umzustellen. „Dinge verändern sich sehr schnell und wir müssen agil darauf reagieren können“, meint Mohin.

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