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Wells Fargo streicht Boni für Top-Manager

Claudia Paulussen - Fotolia

Wegen des Skandals um Millionen fiktiver Konten werden acht Top-Managern der US-Großbank Wells Fargo Bonuszahlungen gestrichen. Zusätzlich werde ihnen die im Jahr 2016 zur Auszahlung fällige Aktienvergütung um 50 Prozent gekürzt, teilte das Kreditinstitut am Mittwoch mit.

New York (afp) > Betroffen sind demnach Wells-Fargo-Chef Tim Sloan und Finanzchef John Shrewsberry. Den acht Top-Managern entgehen insgesamt 32 Millionen Dollar (30 Millionen Euro). Mit den Kürzungen stelle sich die Führungsspitze der Bank ihrer Verantwortung, erklärte das Unternehmen. „Wir werden weiter daran arbeiten, gerade zu rücken, was falsch gelaufen ist.“ Wells Fargo hatte Ende 2016 eingeräumt, zwei Millionen Bankkonten im Namen von Kunden eröffnet zu haben, die davon gar nichts wussten. Die Beschäftigten strichen so Prämien ein. Nach Bekanntwerden des Skandals wurde 5300 Mitarbeitern gekündigt. Auch der damalige Vorstandschef John Stumpf nahm seinen Hut. Ihm entgingen Bonuszahlungen von 41 Millionen Dollar. Wells Fargo zahlte wegen des Skandals bereits ein Bußgeld von 185 Millionen Dollar.

 

 

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