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Nachhaltigkeit in der beruflichen Bildung

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Nachhaltig in den Bereichen Ökologie und Soziales auszubilden ist ökonomisch und lohnt sich für Unternehmen. Das Projekt „KoProNa“ (Konzepte zur Professionalisierung des Ausbildungspersonals für eine nachhaltige berufliche Bildung) rückt nachhaltige Organisationsentwicklung in den Fokus.

Paderborn (csr-news) > Nachhaltig in den Bereichen Ökologie und Soziales auszubilden ist ökonomisch und lohnt sich für Unternehmen. Das Projekt „KoProNa“ (Konzepte zur Professionalisierung des Ausbildungspersonals für eine nachhaltige berufliche Bildung) rückt nachhaltige Organisationsentwicklung in den Fokus. Gemeinsam mit neun ostwestfälisch-lippischen Unternehmen werden Konzepte für die Nachhaltigkeit in der beruflichen Bildung entwickelt. Dafür wird „KoProNa“ vom Bundesinstitut für Berufsbildung im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit rund einer halben Million Euro gefördert. Das Vorhaben ist nun in die aktive Projektphase gestartet und wird parallel auch in Thüringen durchgeführt.

Nachhaltigkeit prägt in nahezu allen Bereichen des Alltags unser Handeln: beispielsweise im Konsum oder in der Mobilität. Insbesondere an Unternehmen werden dabei hohe Erwartungen gestellt. „Gleichzeitig bieten sich dadurch aber auch vielfältige Möglichkeiten für die Unternehmen, denn Nachhaltigkeit lohnt sich nicht nur für die Umwelt oder die Gesellschaft – sondern auch wirtschaftlich“, erklärt Prof. Dr. Dietmar Heisler, Leiter des Teilprojektes „KoProNa“ in OWL. So biete die strategische Einbeziehung der Faktoren Ökologie und Soziales gerade kleinen und mittelständischen Unternehmen die Chance, sich ökonomisch erfolgreich für die Zukunft aufzustellen. „KoProNa“ nimmt die Nachhaltigkeit der Dimensionen Ökonomie, Ökologie und insbesondere des Sozialen in den Blick. Das Ziel: Stärkung der Handlungsfähigkeit des ausbildenden Personals und Anstoß für eine dauerhaft nachhaltige Organisationsentwicklung. Bis Mitte 2019 erarbeiten und implementieren neun ostwestfälisch-lippische Unternehmen eigene Nachhaltigkeitsstrategien im Bereich der Berufsausbildung und werden darin durch das Projektteam bestehend aus Johanna Miles, Simon Gröger und Prof. Dr. Dietmar Heisler der Universität Paderborn unterstützt.

Gemeinsam mit der strategischen Projektpartnerin GILDE GmbH Gewerbe- und Innovationszentrum Lippe-Detmold und dem dort angesiedelten CSR-Kompetenzzentrum OWL sind die Firmen Gebr. Brasseler aus Lemgo, Hörmann aus Steinhagen, Kögel Bau aus Bad Oeynhausen, Stiegelmeyer aus Herford, taxnavigator aus Gütersloh, tbz aus Paderborn, die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold und WAGO Kontakttechnik aus Minden an der Zusammenarbeit in Ostwestfalen-Lippe beteiligt. Das Projekt wird im Rahmen des Modellversuchsförderschwerpunkts „BBNE 2015-2019“ des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) gefördert. Parallel wird „KoProNa“ unter Federführung der Universität Erfurt mit unterschiedlichen Unternehmen auch in Thüringen durchgeführt.

Das Modellprojekt „KoProNa“ sieht eine mehrteilige Workshop-Reihe vor, die Partnerunternehmen werden bei der Analyse der eigenen betrieblichen Gegebenheiten, in der Entwicklung und Implementation eigener Strategien und Ansätze für Nachhaltigkeit in der beruflichen Bildung von den Projektmitarbeitern unterstützt. Ergebnisse fließen in wissenschaftliche Dokumentationen und Weiterverarbeitung wie auch in die Entwicklung eines Analyseleitfadens für die Unternehmenspraxis

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