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Wie Stakeholder-Medien den Journalismus verändern

Doris Bredow – Fotolia

Medien, die sich direkt an bestimmte Interessengruppen wenden, werden die Medienlandschaft der Zukunft prägen. So genannte Stakeholder-Medien unterscheiden sich stark von herkömmlichen Medien und können ganz unabhängig von diesen, enorme Erfolge verbuchen. Das sind Erkenntnisse aus dem e-Book „Power is Everywhere: How stakeholder-driven media build the future of watchdog news“.

Hamburg (csr-news) > Medien, die ihren Interessen dienen, funktionieren nach Überzeugung des Forschungsteams, Mark Lee Hunter, Luk N. van Wassenhove (beide INSEAD) und Maria Besiou, Professorin für Humanitarian Logistics an der Kühne Logistics University in Hamburg, anders, weil sie eine andere Beziehung zum Nutzer aufbauen: Sie werden Teil seiner Welt und seiner Weltanschauung. Businessmodelle für Stakeholder-Medien zielen daher in erster Linie darauf ab, die Stakeholder zu schützen und ihnen beim Erreichen ihrer Ziele zur Seite zu stehen.

Die Autoren gehen ausführlich auf das Phänomen der Stakeholder-Medien ein. Sie beschreiben ihre Nutzen- und Werteversprechen, ihre Inhalte und ihre Arbeitsweise. Anschließend zeigen sie neue Wege auf, wie sich der Journalismus von Stakeholder-Medien sozial auswirken kann – auch ganz ohne die Beachtung durch herkömmliche Medien. Besiou erklärt: „Aktuelle Studien belegen die Einflussmöglichkeiten von Interessensgruppen und Koalitionen in organisatorischen Krisen. Wir haben die Strategien analysiert, mit denen Stakeholder in Auseinandersetzungen mit scheinbar übermächtigen Gegenspielern die Oberhand behalten haben. Der gezielte Einsatz von Informationen macht Koalitionen möglich – sogar zwischen gesellschaftlichen Gruppen, die ganz unterschiedliche Ziele verfolgen.“

 

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