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Nachhaltiger Tourismus – Urlaubern fehlen Informationen

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Laut einer aktuellen repräsentativen Studie des Reiseunternehmens TUI-Gruppe, steht umweltfreundliches Reisen bei vielen europäischen Urlaubern schon heute hoch im Kurs. Dennoch gäbe es noch große Herausforderungen im nachhaltigen Tourismus zu bewältigen. Das zeigen auch die tatsächlichen Zahlen.

Hannover (csr-news) > Befragt wurden rund 3.000 TUI-Urlauber aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Schweden, Belgien und den Niederlanden, die in den vergangen zwei Jahren mindestens eine Reise unternommen hatten. Demnach würde rund jeder zehnte europäische Urlauber umweltfreundlichen Hotels den Vorzug geben. Am ehesten zeigen sich deutsche (17%) und französische (18%) Urlauber an nachhaltigen Hotels interessiert. Briten und Belgier kommen jeweils auf neun Prozent, in Schweden und den Niederlanden bestätigt nur jeder 20. Urlauber ein entsprechendes Interesse. Für TUI bestätigen diese Zahlen den Trend zum nachhaltigen Reisen. Der Konzern hat 2015 seine Nachhaltigkeitsstrategie „Better Holidays, Better World 2015-2020“ beschlossen, die unter anderem vorsieht, dass das Unternehmen jährlich zehn Millionen nachhaltigere Reisen anbieten will. „Zwei Drittel der befragten Urlauber sehen die Reiseveranstalter in der Verantwortung, ihre Angebote nachhaltig zu gestalten und darüber besser zu informieren“, sagt Thomas Ellerbeck, Mitglied im Group Executive Committee der TUI Group und auch verantwortlich für die Nachhaltigkeitsstrategie des Konzerns. Das zeigt auch die Befragung, nach der rund zwei Drittel der Urlauber die Reiseveranstalter in der Verantwortung sehen, ihre Angebote nachhaltig zu gestalten und darüber besser zu informieren. „Die Ergebnisse der Befragung sollten für die gesamte Tourismusindustrie Anlass sein, gemeinsame Nachhaltigkeitsstandards weiter voranzutreiben“, so Ellerbeck.

Fehlende Informationen sind aber nur ein Hemmnis auf dem zu einem stärkeren nachhaltigen Tourismus – rund 55 Prozent der Befragten nennen fehlende Informationen und Angebote als Hürde. Die überwiegende Mehrheit aller Befragten von 66 Prozent sieht außerdem eine höhere Verantwortung zur nachhaltigen Gestaltung von Reisen bei den Touristikunternehmen als bei ihnen selbst (in Deutschland 70 Prozent). In den Hotels beispielsweise ist Gästen mit Blick auf die Nachhaltigkeit wichtig, dass Reiseveranstalter auf lokal oder regional bereitgestellte Lebensmittel achten – und darauf, dass Essen nicht verschwendet wird. Dass das Thema Nachhaltigkeit in den Köpfen der Urlauber aber längst angekommen ist, machen etliche weitere Ergebnisse der Studie deutlich. 84 Prozent der Teilnehmer sehen es beispielsweise als wichtig an, dass jeder dazu beiträgt, den CO2-Reise-Fußabdruck zu reduzieren. 68 Prozent gaben an, sie seien für das Wohl der Umwelt bereit, Kompromisse in ihrem Lebensstil zu machen. Hauptmotive bei den grundsätzlichen Einstellungen zum Thema Nachhaltigkeit sind der Schutz der Umwelt und das Wohl von Tieren.

Im internationalen Vergleich zeigen sich insbesondere Franzosen, Deutsche und Belgier engagiert in Sachen Nachhaltigkeit. Aus einem breiten Spektrum an abgefragten nachhaltigen Verhaltensweisen ermittelte die Studie einen Nachhaltigkeits-Index. Drei Ebenen des Nachhaltigkeitsengagements wurden bestimmt: niedrig (z.B. Essensreste vermeiden oder Energie sparen), medium (z.B. energieeffiziente Haushaltsgeräte anschaffen oder Fair Trade Produkte beim Einkauf bevorzugen), hoch (z.B. Solarpanels installieren, regelmäßig Geld an Umweltorganisationen spenden oder nachhaltige Reisen buchen). Unter den französischen Teilnehmern der Umfrage ist der Anteil mit einem hohen Engagement-Level mit 48 Prozent vor den deutschen und belgischen Befragten (jeweils 41 Prozent) am stärksten ausgeprägt (UK: 32 Prozent, Schweden: 38 Prozent, Niederlande: 33 Prozent).

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