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Transparenz in der Natursteinproduktion

Quelle: obs/toom Baumarkt

Als erste Baumarktkette in Deutschland hat toom gemeinsam mit dem unabhängigen Zertifizierer XertifiX einen Prozess entwickelt, um die Lieferkette von Natursteinen bis in den Steinbruch lückenlos zu verfolgen. Ein Großteil der weltweit gewonnenen Natursteine wird in Indien und China produziert. Auch toom bezieht rund 89 Prozent seiner Natursteine aus China.

Köln (csr-news) > Die Arbeitsbedingungen in vielen Steinbrüchen und Verarbeitungsbetrieben sind in diesen Ländern allerdings weitaus schlechter, als internationale Standards und teilweise auch die lokale Gesetzgebung verlangen. „In der Natursteinproduktion fehlt häufig die nötige Transparenz in der Lieferkette, um Problemstellungen, wie mangelnde soziale Absicherung, unzureichenden Arbeitsschutz oder Kinderarbeit auszuschließen“, so Dominique Rotondi, Geschäftsführer Einkauf bei toom. Genau hier setzt der neue Prozess, der unter anderem regelmäßige Überprüfungen der Produktionsstätten beinhaltet, an. Die mit XertifiX entwickelten Anforderungen gehen über die Standardanforderungen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO hinaus. XertifiX ist ein 2005 gegründeter Verein, der sich gegen Kinderarbeit im Natursteinsektor einsetzt und ein Zertifikat für Natursteine ausstellt, die garantiert ohne Kinderarbeit produziert wurden.

Der Überprüfungsprozess basiert auf einem engmaschigen Kriterienkatalog, der die wichtigsten Kernanforderungen an die Produzenten und Verarbeiter von Natursteinen in mehreren Bereichen definiert – beispielsweise „Soziales und Fairness“, „Arbeitsschutz“ oder „Transparenz“. „Durch regelmäßige Kontrollen in den Produktionsstätten möchten wir neben dem Ausschluss von Kinderarbeit und dem Schutz der Arbeiter auch weitere Maßnahmen, wie die Zahlung eines Mindestlohns, faire Arbeitszeiten, Sozialleistungen und Umweltschutz gewährleisten“, so Rotondi fort. Werden die Anforderungen von den Lieferanten erfüllt, so strebt toom eine langfristige Zusammenarbeit an.

XertifiX und toom haben in den letzten zwei Jahren bereits einen Großteil der Steinbrüche und Verarbeiter in China besucht, teilweise unangekündigt, und auditiert, aus denen der Baumarkt mehrheitlich seine Produkte bezieht. Nur bei einem positiven Testergebnis erhalten die Natursteine das sogenannte XertifiX PLUS-Label. „Die zweimal jährlich durchgeführten Auditierungen sind ein laufender Prozess zur Sicherung der sozialen und ökologischen Anforderungen bei der Produktion unserer Natursteinprodukte. Basierend auf den Ergebnissen erarbeiten wir individuelle Maßnahmenkataloge. Wir entscheiden, mit wem wir die Zusammenarbeit fortführen, welche Steinbrüche und Verarbeiter weiter geschult werden müssen oder wo es wegen offenkundiger Mängel keine Perspektive für eine Zusammenarbeit mit toom geben kann“, erklärt Rotondi. Außerdem tragen Natursteinerzeugnisse aus überprüfter Produktion neben dem XertifiX PLUS-Label ab sofort auch das PRO PLANET-Label, das nachhaltigere Produkte bei toom kennzeichnet.

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