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Volkswagen Konzern zeigt Rassismus die „Rote Karte“

© Volkswagen AG

Der Volkswagen Konzern unterstützt in diesem Jahr erstmals die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“, eine Initiative der Vereinten Nationen. Als wichtiger Unternehmenspartner fördert der Volkswagen Konzern die deutsche Stiftung mit einer Spende und setzt zugleich mit zahlreichen Maßnahmen ein klares Zeichen gegen Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit.

Wolfsburg (csr-news) > Konzernweit zeigen Mitarbeiter aller Marken, Tochterfirmen und weltweiten Standorte im Rahmen einer Foto-Aktion ihr Gesicht für die gute Sache. Auch der Vorstandsvorsitzende Matthias Müller ließ sich am Rande des Automobilsalons in Genf für die Aktion ablichten. Er äußerte sich angesichts zunehmender nationalistischer und fremdenfeindlicher Tendenzen kritisch und forderte: „Jeder anständige Mensch muss dagegen aufstehen!“

„Auch wir Wirtschaftsleute tragen Verantwortung dafür, in welche Richtung sich unsere Gesellschaft entwickelt. Selbst wenn das nicht jedem gefällt: Deshalb wehre ich mich laut dagegen, wenn Parteien mit populistischen Parolen auf Stimmenfang gehen“, so Müller. Im Rahmen der Initiative unterstützt Matthias Müller das Projekt „Prominent gegen Rassismus“, das auch vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird. „Wer allzu lange schweigt, darf sich nicht wundern, wenn Dinge ins Rutschen geraten, die gestern noch festgefügt schienen“, begründet Müller das Engagement. Gleichzeitig betont er die Bedeutung der Interkulturalität und Internationalität für den Volkswagen Konzern: „Unsere Vielfalt ist Teil der DNA von Volkswagen. Die Zusammenarbeit in interkulturellen und multiethnischen Teams rund um den Globus – ob am Band oder im Büro – basiert auf Respekt und Toleranz“, so Müller. Volkswagen dulde daher im Arbeitsalltag Rassismus so wenig wie andere Formen der Diskriminierung: „Es gibt klare Verhaltensregeln, und Verstöße werden geahndet – bis hin zur Kündigung!“ Auch im Fußball ist Diskriminierung immer wieder ein Thema. Das Heimspiel des VfL Wolfsburg gegen Darmstadt 98 am 18. März wird daher von weiteren Aktionen flankiert: „Wir sind 100% gegen Rassismus und 100% für Menschenwürde“ prangt auf den T-Shirts der Einlaufkinder. Auch die Bannerwerbung im Stadion und die Berichterstattung im Stadionmagazin zahlen auf das Engagement ein.

Die Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus koordiniert das deutschlandweite Engagement der verschiedenen Partner. Beteiligt sind neben dem Volkswagen Konzern auch weitere Unternehmen sowie zahlreiche Städte, Kommunen, Nichtregierungsorganisationen, Vereine und Gruppierungen. Bundesweit werden auch in diesem Jahr wieder über 1.000 begleitende Aktionen in den Aktionswochen erwartet. Jürgen Micksch, Vorstand der Stiftung: „Wir freuen uns sehr darüber, dass Volkswagen in diesem Jahr aktiv dabei ist.“ Die Internationalen Wochen gegen Rassismus gehen auf ein Ereignis in Sharpeville in Südafrika zurück. Dort war am 21. März 1960 eine friedliche Demonstration in Reaktion auf ein Apartheid-Gesetz blutig niedergeschlagen worden, 69 Menschen wurden getötet. 1966 riefen die Vereinten Nationen den 21. März zum „Internationalen Tag zur Überwindung von Rassendiskriminierung“ aus. Daraus sind mit der Zeit die Aktionswochen entstanden.

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