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Wachstum und Ressourcenverbrauch weltweit entkoppeln

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Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) dringt darauf, wirtschaftliches Wachstum und den Verbrauch natürlicher Ressourcen voneinander zu entkoppeln. „Unser Wohlstand darf nicht abhängig sein von einem immer intensiveren Abbau natürlicher Ressourcen“, erklärte Hendricks am Donnerstag in Berlin anlässlich von Beratungen der G20-Staaten über mehr Ressourceneffizienz.

Berlin (afp) > Die Bundesregierung schlug dabei laut einer gemeinsamen Erklärung von Umwelt- und Wirtschaftsressort eine Ressourcenpartnerschaft vor, um Potenziale für Effizienzsteigerungen durch internationale Zusammenarbeit besser nutzen zu können. Zu den Regierungsgesprächen kamen Vertreter der G20-Staaten in Berlin zusammen. Dabei wurde auch der aktuelle Grundlagenbericht des Weltressourcenrates vorgestellt.

Der deutsche Wirtschafts-Staatssekretär Matthias Machnig (SPD) verwies darauf, dass diesem Bericht zufolge eine Entkopplung von Wachstum und Ressourcenverbrauch möglich sei. Beschrieben werden in dem Bericht zwei Szenarien: Ohne Gegenmaßnahmen würde sich demnach der weltweite Rohstoffverbrauch bis 2050 verdoppeln. Durch effizientere Ressourcennutzung ließe sich andererseits bis dahin sogar eine Senkung des Rohstoffverbrauchs um 28 Prozent erreichen.

In beiden Szenarien wird den deutschen Regierungsangaben zufolge die gleiche Wachstumserwartung zugrundegelegt. Das zweite Szenario hätte den zusätzlichen Effekt, dass durch die Effizienzsteigerung auch die Treibhausgasemissionen um 62 Prozent sinken würden. „Die Ressourceneffizienz leistet einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz sowie zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele“, teilten Umwelt- und Wirtschaftsressort dazu mit.

Die Ergebnisse der Regierungsberatungen sollen in den G20-Gipfel einfließen. Dazu kommen die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer am 7. und 8. Juli in Hamburg zusammen.