CSR-MAGAZIN

Ausgabe 12

Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen

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Aus dem Inhalt:

Alte und neue Grenzen des Wachstums
Die Zukunft moderner Konsumgesellschaften umfasst zwei Optionen: Entweder, das auf Wirtschaftswachstum beruhende Wohlstandskartenhaus wird vorsorglich zurückgebaut, oder es kollabiert, was einen umso härteren Aufprall nach sich zöge. Warum? Erstens scheitert Wachstum absehbar an Ressourcenengpässen, zweitens verringert es nicht per se Verteilungsungleichheiten, drittens sorgt es nach Erreichen eines bestimmten Wohlstandsniveaus für keine Glückszuwächse, sondern kann in Konsum Burnout umschlagen, und viertens ist es nie ohne ökologische Schäden zu haben.

CSR braucht klar definierte Kriterien:
NesoVeGeschäftsführerin Marieta Kaufmann im Interview
Das Netzwerk Soziale Verantwortung (NeSoVe) ist in Österreich für seine unternehmenskritischen Stellungnahmen bekannt – nicht zuletzt durch den Schmähpreis „Schandfleck des Jahres“. CSR MAGAZIN sprach mit der NeSoVe-Geschäftsführerin Marieta Kaufmann.

Unternehmenskultur:
Konflikte bergen ungeahntes Potenzial
Wo Menschen zusammenkommen, gibt es Stoff für Konflikte. Das gilt auch im wirtschaftlichen Kontext. Wer Konflikten offen und konstruktiv begegnet, verbessert das Betriebsklima und den Unternehmenserfolg. Wirtschaftsberater und Coachs empfehlen deswegen, frühzeitig im Unternehmen eine gute Konfliktkultur zu etablieren.

Living Wages:
Der Kampf um existenzsichernde Löhne
Welcher Lohn ist gerecht? Das ist eine schwer zu beantwortende Frage, denn Gerechtigkeit ist keine ökonomische Kategorie. Doch schon bei der scheinbar leichter zu beantwortenden Frage „Welcher Lohn reicht zum Leben?“ streiten sich die Wissenschaftler. Debatten über Mindestlohn und faire Entlohnung sind nicht nur in Deutschland aktuell. Weltweit streiten Arbeiter für einen Lohn, der zum Leben reicht.

Wesentlichkeit:
Ein Prinzip verändert die CSR-Berichterstattung
In diesem Frühjahr wurde die lang ersehnte und heiß diskutierte vierte Version der GRI-Richtlinie in Amsterdam vorgestellt. In der Fachwelt war man sich einig: Durch G4 wird die Nachhaltigkeitsberichterstattung klarer, transparenter und vermutlich auch besser. Das liegt vor allem an der Fokussierung auf das Prinzip der Wesentlichkeit, mit Auswirkungen auf interne und externe Prozesse sowie den Stakeholderdialog.

Die Sharing economy:
Nutzen statt Besitzen
Teilen, Leihen, Weitergeben: In der Sharing Economy dreht sich alles um ein nachhaltiges, ressourcenschonendes Wirtschaften, das individuellen Wünschen gerecht wird und Kosten spart. Was einst offline auf Tauschbörsen, Kleiderkreiseln und Flohmärkten begann, ist heute ein hipper Trend unter Start-ups und erobert die klassische Wirtschaft mit neuen Geschäftsmodellen.

Innovativ, unternehmerisch – und nachhaltig?
Auf der Suche nach dem Sustainable Entrepreneur
„Entrepreneurship“ liegt im Trend: Während der Begriff des „Unternehmertums“ etwas altbacken wirkt, steht der Entrepreneur für eine neue Rolle in der Gesellschaft. Aber erzeugen Entrepreneurs solche Produkte und Dienstleistungen, die sozialen oder ökologischen Kriterien entsprechen? Und können etablierte Unternehmen mit Entrepreneurs zusammenarbeiten?

Nachhaltige Innovationen brauchen kreative Köpfe und Führungsgeschick
Bei Wärmepumpentrocknern ist die BSHBosch und SiemensHausgeräte GmbH Innovationsführer. Diese Trockner erledigen ihre Arbeit nicht nur besonders schonend, sondern auch besonders energieeffizient. Über den Weg zu einer solchen innovativen und nachhaltigen Technologie sprach CSR MAGAZIN mit den BSH-Mitarbeitern Kai Nitschmann, Leiter Vorentwicklung Wäschetrockner, und Christian Salmen, Leiter Vermarktung Energy Excellence.

Nachhaltige Kunststoffproduktion braucht Netzwerke und Rahmenbedingungen
Über die Verunreinigung von Honig und Trinkwasser durch kleinste Kunststoffelemente berichtete jüngst das NDR-Verbrauchermagazins „Markt“. Als eine Ursache machen Wissenschaftler die Peelingteilchen in Körperpflegeprodukten ausfindig. Ein Beispiel dafür, welche Bedeutung Nachhaltigkeitsthemen in der Kunststoffbranche besitzen. Dort bewegt sich etwas – allerdings zögerlich, was nicht nur an der Industrie liegt.

Green Services:
Schwarze Zahlen mit grünen Diensten
Green Services sind längst kein PR-Gag mehr. Statt „Greenwashing“ schonen grüne Dienstleistungen nicht nur die Umwelt, sie sollen auch ordentliche Gewinne erwirtschaften. CSR MAGAZIN hat dazu mit Vorreitern über ihre Geschäftsmodelle gesprochen.

Rückendeckung für Handwerker:
CSR-Beratung in Berlin
Die über 550.000 deutschen Handwerksunternehmen geben etwa fünf Millionen Menschen Arbeit. Die – mit durchschnittlich neun Beschäftigten – meist kleinen Betriebe als nachhaltige Dienstleister fortzubilden, ist Chance und Herausforderung zugleich. Dem stellt sich die Handwerkskammer Berlin mit ihrem CSR-Beratungsangebot Fairplay im Handwerk.

Nachhaltige öffentliche Beschaffung:
Vieles ist möglich und manches kompliziert
Es war einmal das Thema einiger Vorreiter. Heute ist die Frage eines nachhaltigen öffentlichen Einkaufs längst im Mainstream angekommen: Rund 360 Milliarden Euro geben Bund, Länder und Kommunen in Deutschland aus. Das wird die Angebote von Handel und Herstellern verändern. Eine bisher wirkungslose IT-Mustererklärung zeigt aber auch die Probleme.

Nachhaltig Zukunft gestalten:
CSR-Manager im Interview
Welche Herausforderungen stellen sich CSR-Managern in Konzernen? Wie tragen sie Nachhaltigkeitsthemen in die verschiedenen Unternehmensbereiche? Welcher Weg führte sie in ihre Position?

Sedex:
Eine Datenbank sichert Sozialstandards bei Werbemitteln
Das Gros der Promotionartikel stammt von asiatischen Zulieferern. Dass Arbeiter bei der Herstellung mit geringen Löhnen und überlangen Arbeitszeiten ausgebeutet wurden, ist dabei ein realistisches Risiko. Dem begegnet Sedex mit einer Datenbank, in der Audit-Ergebnisse von Zulieferern nachgeschlagen werden können. Allerdings gibt es Alternativen.

Drei Wege zu nachhaltigen Produkten
Täglich umgeben uns unzählige Produkte. Ob diese Dinge nachhaltig sind, ist oft schwer festzulegen. Dieser Artikel beschreibt drei Wege, die Produzenten helfen können, Produkte nachhaltiger herzustellen. Selbstverständlich kann auch der interessierte Konsument die vorgestellten Ansätze nutzen, um sich die Frage zu stellen, nach welchen Kriterien das von ihm ausgewählte Produkt hergestellt wurde, und das mit seinen eigenen Einstellungen abgleichen.

Unsere Ernährung heute und morgen:
Studierende diskutieren in Vechta zum Thema Lebensmittelethik
Wie ernähren wir uns heute und zukünftig? Welche Wege zur Gewinnung unserer Lebensmittel beschreiten wir? Das sind Fragen höchster Sensibilität. Die gesellschaftspolitische Kontroverse kreist um emotional aufgeladene Themenfelder: Falsch etikettierte oder gesundheitsgefährdende Fleischprodukte, genmanipulierte Futtermittel und Getreidesorten sowie eklatante Verstöße gegen die Tiergesundheit und das Tierwohl in der industrialisierten Massentierhaltung sind dabei nur die Spitze des Eisbergs. Eine globale Komponente erhält die Thematik zudem, wenn in den zunehmenden Lebensmittelspekulationen ein Treiber für den Welthunger ausgemacht zu sein scheint. Eine Ursprungs-, und Vorreiterregion vieler dieser Debatten ist der Landkreis Vechta. Grund genug, die elfte Consulting Akademie Unternehmensethik dort gastieren zu lassen.