CSR-MAGAZIN

Ausgabe 19

Der Fisch stinkt vom Kopf – Wenn Werte nicht in Führung gehen

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Aus dem Inhalt:

Gastkommentar
„Tone at the Top“ – Unternehmenskultur mit steuernder Wirkung
Nationale wie internationale Standards im Bereich verantwortlicher Unternehmensführung – vom WerteManagementSystemZfW des Deutschen Netzwerk Wirtschaftsethik über ISO 26000 und GRI G4 bis zur neuen Compliance-Leitlinie ISO 19600 – stellen an den Anfang ihrer Umsetzungsempfehlungen den sogenannten „Tone at the Top“.

Gastkommentar
„Tone at the Top“ – Der Chef kann’s richten?
Der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopf her. Das gilt auch für Unternehmen. Top-Führungskräfte prägen ihre Unternehmen in entscheidender Weise. Denn Mitarbeitende agieren nicht im luftleeren Raum, sondern orientieren sich an ihrem von Führungskräften gestalteten Arbeitsumfeld, insbesondere an expliziten und impliziten Regeln und sozialen Vorbildern.

UN-Leitlinie Wirtschaft und Menschenrechte
Verbände und NGOs ringen um Lieferketten-Verantwortung
Die UN-Leitlinien Wirtschaft und Menschenrechte wollen Lücken in der Verantwortung von Staaten und Unternehmen schließen. Im Frühjahr 2016 sollen sie in einem Nationalen Aktionsplan für Deutschland umgesetzt werden. Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ringen in einem bisher einmaligen Prozess um die Inhalte.

Werte – nicht nur auf dem Papier
Unternehmen brauchen eine Kultur, deren Werte „nicht nur auf Papier“ zu finden sind. Der „Tone at the Top“ darf dabei nicht nur das geschriebene Wort beinhalten, sondern muss gelebt werden, heißt es aus dem CSR NEWS-Netzwerk.

Lebensmittelverschwendung
Essen, wo es hin gehört
Frankreich verbietet seinen Supermärkten, brauchbare Lebensmittel wegzuwerfen. Was sie nicht verkaufen können, sollen sie entweder spenden oder anders verwerten. Auch hierzulande wächst der Widerstand gegen Lebensmittelverschwendung. Die Verbraucher werfen selbst am meisten weg.

„Tone at the Top“
Wie Führungskräfte Werte treiben
Manager müssen sich entscheiden, ob für oder gegen etwas. Dabei werden sie ständig beobachtet und an ihrer Wertschöpfung gemessen, geldmäßig wie moralisch.

„Sich Freiräume für eigene Entscheidungen erarbeiten“
Interview mit Ernst von Kimakowitz, Direktor des Humanistic Management Centers in St. Gallen/Schweiz

„Mein Beitrag zu langfristiger Nachhaltigkeit“
Nachhaltigkeit erfordert per Definition Langfristigkeit. In Unternehmen mit wechselndem Führungspersonal ist eine langfristige Nachhaltigkeitsorientierung jedoch nicht selbstverständlich. Die Redaktion fragte Führungskräfte im CSR NEWSNetzwerk: „Worin sehen Sie Ihren Beitrag zur langfristigen nachhaltigen Ausrichtung Ihres Unternehmens?“ Zwei Antworten.

Werte in der Unternehmenskultur
Führungskräfte brauchen Haltung
Insbesondere junge Mitarbeiter wollen ihre Werte morgens bei der Arbeitsaufnahme nicht „wie einen Mantel ablegen“. Die Einheit von Überzeugungen und Handeln fordert nicht nur Young Professionals heraus, sondern auch ihre Führungskräfte: In einer immer komplexeren Welt kommt es dabei besonders auf die Haltung an.

Unternehmen langfristig an Werten orientieren
Rückwärts blicken – um vorwärts zu handeln
Woran sollen sich die Mitarbeiter eines Unternehmens halten, woran orientieren? Je größer die Organisation, umso größer die Herausforderungen und umso dringender der Bedarf an einem Wertegerüst. In manchen Unternehmen werden Werte schriftlich verfasst, in anderen einfach gelebt. Doch wie beständig sind solche Werte, wie abhängig sind sie von den handelnden Akteuren?

CSR-orientierte Unternehmenskultur
Die Implementierungslücke bleibt bestehen
CSR ist Bestandteil unserer Unternehmenskultur, ja Teil der DNA, heißt es immer wieder, wenn Unternehmen über Nachhaltigkeit berichten. Wie stark diese Aspekte tatsächlich in den Unternehmen verankert sind, wurde im Rahmen eines Forschungsprojektes an der TU Ilmenau untersucht. Dabei zeigte sich: im Arbeitsalltag kommen viele Mitarbeiter gar nicht mit CSR-Themen in Berührung.

Unternehmer gehen in den Knast
Entrepreneurship hinter Gefängnismauern
Im April 2009 las der Münchener Unternehmer Bernward Jopen in der Financial Times von einem Prison Entrepreneurship Program in den USA. Jopen flog nach Texas, „fing dort Feuer“ und widmete sich fortan gemeinsam mit seiner Tochter Maren Jopen dem Aufbau eines vergleichbaren Programms in Deutschland. Auch Maren Jopen ist keine Sozialarbeiterin: Die Betriebswirtin arbeitete im Marketing eines Telekommunikationsanbieters, bevor sie diesen Job für den Aufbau von Leonhard an den Nagel hängte.

Klimaschutz braucht Innovationen
Bockspringer gesucht
Vorreiterunternehmen zeigen, welche Fortschritte im Klimaschutz bereits mit heute verfügbarer Technik erreichbar sind. Die Voraussetzungen dafür sind ein strategisches Verständnis von Klimaschutz, geeignete Managementinstrumente und eine Einbeziehung der wesentlichen Stakeholder.

„Geschäft Fußball“
Der Ball ist rund und Geld schießt Tore
75 Millionen Ablösesumme – Menschenhandel? 20 Millionen Jahresgehalt – unmoralisch? Die wirklichen moralischen Probleme im europäischen Profi-Fußball stecken tiefer und betreffen eine Moral des Wettbewerbs“. Geld schießt Tore, lautet die einfache Formel. Die Bundesliga wird mittelfristig den Anschluss an den europäischen Spitzenfußball verlieren, wenn nicht schnell gehandelt wird.