CSR-MAGAZIN

Ausgabe 21

CSR regional – vernetzen, gemeinsam lernen & handeln

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Aus dem Inhalt:

Die Perspektive der Politik
Chancen der CSR-Politik in Nordrhein-Westfalen
Hinter der ausufernden Debatte um CSR verbirgt sich ein Thema, das uns gar nicht genug beschäftigen kann: die Frage nach dem gesellschaftlichen Zusammenhalt in einer globalisierten, das heißt zunehmend entgrenzten Welt.

Paketdienste und ihre Nachhaltigkeitsberichte
Schnell, global, grün
Das Geschäft brummt, rund 2,8 Milliarden Sendungen werden jedes Jahr von den Paketdiensten transportiert und ausgeliefert – nur in Deutschland – mit steigender Tendenz. Das bleibt nicht ohne Folgen für die Umwelt. Schon jetzt ist der weltweite Transportsektor für fast ein Viertel der CO2-Emissionen verantwortlich. Klimafreundliche Versandlösungen stehen deshalb bei Anbietern und Kunden hoch im Kurs. Aber auch die eigenen Emissionen müssen die Unternehmen im Blick haben. Ein Blick in die Nachhaltigkeitsberichte einiger Anbieter in Deutschland.

Forschungsprojekt zu den Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie
Kein zweites Rana Plaza
Nach der Katastrophe von Rana Plaza in Bangladesch 2013 gab es zahlreiche Initiativen zur Verbesserung der Arbeits- und Sozialstandards in der Textilindustrie des Landes. Ob sie helfen, ist aber noch unklar. Eine internationale Forschergruppe untersucht jetzt, welche Möglichkeiten es für effektive Veränderungen gibt. Bis 2018 wollen Wissenschaftler aus fünf Ländern Handlungsempfehlungen für die Politik in den westlichen Industrieländern und in Bangladesch erarbeiten.

Selbstverpflichtungen und ihre rechtlichen Folgen
Versprechen was man halten kann
Dass sich Unternehmen selbst und freiwillig verpflichten, die Umwelt zu schützen, grundlegende Arbeitnehmer- und Menschenrechte zu achten oder beispielsweise Kinderarbeit in ihrem Einflussbereich zu verbieten, ist gängige Praxis. Kritiker dieser Praxis werfen den Unternehmen gerne den Missbrauch als Marketinginstrument vor, weil sie im Zweifel nicht an ihre Selbstverpflichtung gebunden sind. Im Gespräch mit Thomas Feldhaus widerspricht die Juristin Dr. Anna Beckers dieser Auffassung. Zukünftig könnten Unternehmen beim Wort genommen werden – auch vor Gerichten.

Berufsbildung für eine nachhaltige Entwicklung
Wie Azubis eine nachhaltige DNA bekommen
Nachhaltigkeit steht bei fast allen Unternehmen auf der Agenda – auch in Verbindung mit der Ausbildung ihrer künftigen Fachkräfte. Wie aber lernen Azubis in ihrer Ausbildung praktische Aspekte des nachhaltigen Wirtschaftens? Welche Impulse können sie in ihre Unternehmen einbringen, um Ökologie, Ökonomie und Soziales in Einklang zu bringen?

Unternehmensverantwortung in regionalen Netzwerken
Global denken, lokal handeln
CSR findet nicht nur in den globalen Lieferketten statt. Nicht nur, aber vor allem mittelständische Unternehmen leben ihre gesellschaftliche Verantwortung in ihrer unmittelbaren Umgebung, in der Region. Dort wird die Entwicklung zu einer nachhaltigen Entwicklung mit Leben gefüllt und vorangetrieben. Das hat auch die Bundesregierung erkannt und 2011 ein 3-jähriges Förderprogramm zur Etablierung von CSR im Mittelstand ins Leben gerufen. Es gründeten sich regionale CSR-Initiativen und CSR-Cluster – nicht immer mit nachhaltiger Wirkung.

Mehr Kompetenz in CSR
Im Mittelstand fehlt oft ein Konzept, wie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) CSR systematisch einführen und davon profitieren können. Deshalb hat das Land Nordrhein-Westfalen im letzten Jahr ein Förderprogramm zur Einrichtung von CSR-Kompetenzzentren initiiert. Aus 25 Bewerbungen hat eine Jury fünf lokale Netzwerke ausgewählt. Die EU und das Land NRW fördern sie in den nächsten drei Jahren mit bis zu 400.000 Euro.

Unternehmen engagieren sich in ihrer Nachbarschaft
Verantwortung findet Stadt
Wenn sich Unternehmen gesellschaftlich engagieren, übernehmen sie immer auch Verantwortung für bestimmte gesellschaftliche Belange oder Personengruppen. Aber kann ein Unternehmen auch für einen ausgewählten Raum, z.B. seinen Unternehmensstandort Verantwortung übernehmen? Das Beispiel des Familienunternehmens Franz Haniel & Cie. GmbH aus Duisburg-Ruhrort veranschaulicht, wie eine solche raumbezogene, lokale Verantwortungsübernahme in einem strukturell benachteiligten Stadtteil aussehen kann und wie ein Unternehmen Mitgestalter in öffentlichen Belangen der Stadt(teil)entwicklung sein kann.

CSR Roadmap 2018 der Norma Group
Das „Wie“ des Wirtschaftens
Wie wird die Bundesregierung die CSR-Richtlinie der EU-Kommission in nationales Recht umsetzen? Eine Frage, die in diesen Tagen so manchen Nachhaltigkeitsmanager umtreibt, denn auch wenn die Rahmenbedingungen bekannt sind, die EU hat Interpretationsspielräume gelassen. Klar ist, große Mittelständler werden betroffen sein und müssen zukünftig neben dem Geschäftsbericht auch nicht-finanzielle Informationen offenlegen. Eines dieser betroffenen Unternehmen ist die Norma Group, doch die hat sich längst auf den Weg gemacht.

Nachhaltige Unternehmensführung
„Kerze im Dunkeln“
Die Barmenia Versicherungen haben sich einer anspruchsvollen Nachhaltigkeitszertifizierung gestellt und glänzen nun mit einem Prüfsiegel. So will sie von der Rolle eines Vorreiters innerhalb der Branche profitieren.

Prüfsiegel auf Zukunftsfähigkeit
Nachhaltigkeit nach der ISO 26000 ist nicht zertifizierbar. Darum entwickelte der TÜV Rheinland einen anspruchsvollen Standard, den er durch seine Auditoren prüfen lässt. CSR-NEWS sprach mit Gabriele Rauße und Reinhard Bier.

Berufsqualifizierung von Flüchtlingen
Bilden kann man sich nur selbst
Zum „Pauken“ können wir unsere Kinder verdonnern. Mathematische Formeln lassen sich „eintrichtern“, nicht aber eine neue Weltsicht, eine Teamorientierung oder Verantwortungsbereitschaft. Bildung beinhaltet mehr als Fachwissen. Was für unsere Kinder gilt, das gilt ebenso für „unsere“ Flüchtlinge: Bilden können sie sich nur selbst, brauchen dazu aber eine geeignete Umgebung.

Referentenentwurf zur CSR-Richtlinie


 

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