CSR-MAGAZIN

Ausgabe 22

Machen Sie was aus Ihrem CSR-Bericht –
Bericht wird Pflicht 2017

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Aus dem Inhalt:

Die Berichtspflicht aus Beratersicht
Ein tieferes Verständnis von Nachhaltigkeit
Wer Unternehmen zu mehr Verantwortung und Nachhaltigkeit motivieren will, hat mit der europäischen Berichtspflicht keine große Hilfe bekommen. Die einen machen es längst, andere reagieren erst recht skeptisch, wenn etwas gesetzlich verordnet wird. Wir sollten nun aber das Beste draus machen.

Was bedeutet die CSR-Umsetzungs-Richtlinie für Aufsichtsräte?
Hüter der CSR und Nachhaltigkeit
Ein ehrbarer Aufsichtsrat muss durch ein aktives (Nach-)Fragen sicherstellen, dass er die wesentlichen ethischen Leitplanken und Werte-Vorstellungen seines Unternehmens kennt und akzeptiert. So kann er „in Augenhöhe“ mit den Führungskräften und den Aktionären/Eigentümern/Gesellschaftern die wesentlichen Entscheidungen und deren Auswirkungen diskutieren, nachvollziehen, selbstständig beurteilen, mitentscheiden und mitverantworten.

Referentenentwurf zur CSR-Richtlinie
Ein Überblick über die Stellungnahmen
Im März hat das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz (BMJV) den Referentenentwurf zur Umsetzung der sogenannten CSR-Richtlinie (2014/95/EU) vorgelegt. Im Anschluss haben mehr als 50 Verbände, NGOs und Unternehmen ihre Stellungsnahmen abgegeben. Genügend Diskussionsstoff für die anstehenden Beratungen und die erste Lesung. Bis zum 6. Dezember 2016 muss die Richtlinie in deutsches Recht umgesetzt werden.

Berichterstattung unter dem UK Modern Slavery Act
Transparent gegen Menschenhandel und Zwangsarbeit
Seit Oktober 2015 sind unter dem britischen Modern Slavery Act neue Berichtspflichten in Kraft, die auch deutsche Firmen betreffen. Die bislang veröffentlichten Erklärungen zeichnen jedoch ein eher gemischtes Bild.

Wie Nestle an einer fairen Lieferkette arbeitet
Step by Step
Die Elfenbeinküste ist weltweit der größte Exporteur von Kakao. Große Teile des Rohstoffs landen in Europa, unter anderem beim Lebensmittelkonzern Nestle. Der arbeitet daran, zukünftig ausschließlich Kakao aus nachhaltigem Anbau zu beziehen. Welche Anstrengungen dafür unternommen werden müssen, hat eine Reise zu den Kakaoplantagen der Elfenbeinküste gezeigt.

Zukunftsmarkt Sekundärrohstoffe
Der Asteroid liegt vor der Tür
Mehr noch als die steigende Zahl der Menschen auf diesem Planeten ist es das Wirtschaftswachstum gerade in Schwellenländern, das den Ressourcenverbrauch antreibt. Doch wird es immer aufwändiger, die notwendigen Rohstoffe zu gewinnen. Forschung und Industrie arbeiten an alternativen Lösungen – mit Erfolg.

Auf große Stoffströme konzentrieren
Um mehr Rohstoffe aus Abfällen wiederzugewinnen, stellen nicht mangelnde Technologien das Problem dar. Schwierig ist vielmehr, sie ökonomisch sinnvoll umzusetzen, meint Professor Thomas Pretz, Institut für Aufbereitung und Recycling an der RWTH Aachen.

Verantwortungsprozesse in der Lieferkette optimieren
Schärferer Blick für Details
Der Textilhändler KiK gehört zu jenen Unternehmen, die aufgrund der Arbeitsbedingungen in den Zulieferfabriken immer wieder in die Schlagzeilen gerieten. Als erstes Unternehmen in Deutschland sieht sich der Discounter sogar mit einer Klage von Betroffenen der Brandkatastrophe von Karachi konfrontiert. Dabei wurden die Fabriken von Auditunternehmen überprüft. Die will KiK nun stärker in die Verantwortung nehmen. Ansgar Lohmann, Bereichsleiter Corporate Social Responsibility, erläutert seine Pläne.

Ein gut geplanter CSR-Bericht ist Gold wert
Die EU-weite CSR-Berichtspflicht lässt viel deutsche Unternehmer und Manager fluchen. Dabei ist ein CSR-Bericht weit mehr als eine lästige Pflichtübung. Er ist vielmehr eine Chance zur Reflektion und zur Kommunikation mit Mitarbeitern, Kunden und anderen Stakeholdern. Gut geplant kann ein Bericht eine kreative Angelegenheit werden, wie Michael Werner, Business Director bei Scholz & Friends Reputation, bestätigt.

Sechs Schritte auf dem Weg zu einem tragfähigen CSR-Bericht

CSR intern kommunizieren
Sinn stiften – Kompetenzen fördern
CSR-Kommunikation ist Kommunikation nach außen. So zumindest sieht die Realität in den meisten Firmen aus. Das überrascht: Kann ein Unternehmen auf die Nachhaltigkeitsreise gehen, ohne seine Belegschaft mitzunehmen? Oder sind gerade die eigenen Mitarbeiter eine besonders schwer zu erreichende Zielgruppe? Methoden und Inhalte der CSR-Außendarstellung bewirken Inhouse jedenfalls wenig.

Bilanz zur Gemeinwohlökonomie
Sinnvolle Alternative zum GRI-Bericht?
Im Dezember 2014 trat die europäische Richtlinie 2014/95/EU zur Angabe nichtfinanzieller und die Diversität betreffender Informationen in Kraft. Unternehmen ab 500 Mitarbeitern werden dazu verpflichtet, über Strategien, Risiken und Ergebnisse in Bezug auf Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange in einem gesonderten Bericht Auskunft zu geben. Sie können sich dabei nach gängigen Standards der Nachhaltigkeitsberichterstattung wie dem UN-Global Compact, den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen, der Global Reporting Initiativ (GRI) oder der ISO 26000, richten. Seit 2010 macht ein weiterer Standard, die Gemeinwohlbilanz der zivilgesellschaftlichen Gemeinwohl-Ökonomie Bewegung (GWÖ), von sich reden.

Spielerisch kontroverse Positionen erkunden
Stakeholder-Dialoge: Die Karten auf den Tisch
Was können CSR-Abteilungen von agilen Management-Ansätzen lernen? Wie können Unternehmen und Stakeholder auf Augenhöhe in den Austausch kommen? Und wie können dabei spielerisch und in kurzer Zeit die jeweiligen Sichtweisen zur gesellschaftlichen Verantwortung explizit gemacht und wertschätzend diskutiert werden? Ein neu entwickeltes Dialogformat bietet hierzu einen wirkungsvollen und innovativen Ansatz.

Nachhaltiger Tourismus in Jordanien
Eintauchen in eine alte Kultur
Der Tourismus im Nahen Osten steckt in einer tiefen Krise. Politische Unsicherheit vertreibt die Gäste, aber es fehlt auch an neuen Konzepten für die Reisebranche. Wie Tourismus in der Region sozial, ökologisch und kulturell nachhaltig funktionieren kann, zeigt das Beispiel der Feynan Öko-Lodge in Jordanien.

Aufruf zur Nachhaltigkeit
Für eine paradigmatische Wende der Wirtschaftswissenschaften
Ein neuer Vertrag zwischen Wirtschaftswissenschaften und Gesellschaft ist das Ziel von über 30 namhaften Wissenschaftlern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit ihrem Aufruf „Transformative Wirtschaftswissenschaft im Kontext nachhaltiger Entwicklung“ wollen sie eine Diskussion darüber anstoßen.

Grüne Helfer im Büroalltag