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Achim Steiner neuer Chef des UN-Entwicklungsprogramms

David Fisher/Oxford Martin School

Der Deutsche Achim Steiner wird neuer Chef des UN-Entwicklungsprogramms (UNDP). Die Vollversammlung der Vereinten Nationen stimmte am Mittwoch in New York für den 55-Jährigen, den UN-Generalsekretär Antonio Guterres nominiert hatte.

New York (afp/csr-news) > Das UN-Entwicklungsprogramm wird seit 2009 von der früheren neuseeländischen Premierministerin Helen Clark geleitet. Ihre zweite Amtszeit endet noch im April. Steiner sei “mit all seiner Erfahrung, seiner Leidenschaft für Entwicklung und seinem großen Engagement genau der Richtige”, begrüßte Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) am Rande eines Besuchs im Irak die Wahl. Auch Bundesumweltministerin Barbara Hendricks beglückwünschte Steiner: “Es freut mich sehr, dass Achim Steiner die Leitung des Entwicklungsprogramms der UNO übernimmt. Steiner hat immer wieder klar gemacht, dass Armutsbekämpfung und Umweltschutz keine Widersprüche, sondern vielmehr die Grundvoraussetzungen nachhaltiger Entwicklung sind. Seine Berufung ist ein ermutigendes Signal für alle, denen Nachhaltigkeit und konsequenter Klimaschutz am Herzen liegt.“

Steiner, 1961 in Brasilien geboren und aufgewachsen, ist schon seit Jahren der ranghöchste Deutsche bei der UNO. Er war bis 2016 Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) und leitet die Martin-School für Nachhaltigkeit und Zukunftsforschung an der Universität Oxford. Steiner ist zudem Mitglied des Rats für nachhaltige Entwicklung (RNE). Für den Posten an der UNDP-Spitze hatte auch Frankreichs Umweltministerin Ségolène Royal kandidiert, die sich enttäuscht über Steiners Ernennung äußerte.