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EU kontrolliert Einfuhren von Bioprodukten schärfer

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Einfuhren von biologischen Lebensmitteln in die EU werden ab Mittwoch strenger kontrolliert.

Brüssel (afp/csr-news) > Ein neues elektronisches Bescheinigungssystem soll „etwaigen Betrug“ erschweren und die Sicherheit von Nahrungsmitteln stärken. Außerdem verringere es laut EU-Kommission, den Verwaltungsaufwand für Wirtschaftsbeteiligte und Behörden und liefert wesentlich umfassendere statistische Daten zu Bio-Einfuhren. Phil Hogan, EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung: „Unser Bekenntnis zu einer strengen Zertifizierungs- und Kontrollpolitik ist ein wichtiger Bestandteil der EU-Standards für die Lebensmittelsicherheit. Mit diesen hohen Standards konnten wir die weltweit erste Adresse für Lebensmittel werden, aber wir müssen stets nach neuen und besseren Methoden streben, um noch mehr zu erreichen. Die neuen Vorschriften optimieren die Rückverfolgbarkeit von Bio-Produkten, die einen wichtigen Wachstumsmarkt darstellen.“

In den kommenden sechs Monaten gilt eine Übergangsfrist für das bisherige Papiersystem, ab Mitte Oktober müssen alle Importe dann über das elektronische System laufen. Die neuen Bescheinigungen fließen demnach in das Informationssystem Traces ein, das die Verfolgung von Lebensmitteln in der EU ermöglicht. Auch Gesundheitsrisiken für Verbraucher will die Europäische Union so schneller ausschließen. So werden etwa zurückgewiesene Einfuhren in der Datenbank registriert und sind damit in allen Mitgliedstaaten von Händlern und Behörden einsehbar.

Der Markt für Bioprodukte in der EU ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Nach einem Bericht des Forschungsinstituts für biologischen Landbau und der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft aus dem vergangenen Jahr lag der Umsatz von ökologischen Nahrungsmitteln in der EU 2014 bereits bei knapp 24 Milliarden Euro.

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