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Aldi Süd startet Online-Aktion für den Klimaschutz

©ALDI SÜD

Mit virtuell erzeugtem Ökostrom sollen Klimaschutzprojekte unterstützt werden.

Mülheim a. d. Ruhr (csr-news) > Spielend Wissen zum Klimaschutz lernen, dabei Bausteine sammeln, aus diesen virtuell Strom aus Sonnen-, Wind- und Wasserkraft erzeugen und damit reale Klimaschutzprojekte unterstützen. Der Lebensmitteldiscounter Aldi Süd will seine Kunden für den Klimaschutz begeistern und hat dafür ein Onlinespiel entwickelt. Auf der Webseite aldi-sued.de/klimaneutral starten sie einen virtuellen Waldspaziergang, bei dem sie Rätsel rund um das Thema erneuerbare Energien lösen. Für die richtigen Antworten erhalten sie Bauteile für ein grünes Kraftwerk und bekommen gleichzeitig Einblicke in die Stromproduktion aus Sonnen-, Wind- und Wasserkraft. Für jede Kilowattstunde, die diese Kraftwerke virtuell erzeugen, spendet Aldi Süd 20 Cent an zwei Klimaschutzprojekte – bis die Summe von 50.000 Euro erreicht ist. In Kooperation mit der Klimaschutzorganisation atmosfair sollen davon Projekte zur Klimabildung an deutschen Schulen gefördert und zwei Schulen in Äthiopien mit Solarsystemen ausgestattet werden.

In einem dreistufigen Prozess zur Klimaneutralität

Klimaneutral zu handeln ist eine der Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens. Erst im März hat sich Aldi Süd der Unternehmerinitiative 2 Grad angeschlossen und damit sein Engagement bekräftigt. Damals sagte Roman Heini, Sprecher des Verwaltungsrates: „Wir sind der Überzeugung, dass wir dauerhaften wirtschaftlichen Erfolg nur dann erzielen, wenn wir uns globalen Herausforderungen wie dem Klimawandel stellen. „Als Unterstützer der Stiftung 2 Grad haben wir die Chance, gemeinsam lösungsorientiert und branchenübergreifend an komplexen Themen der Klimapolitik zu arbeiten.“ Erreicht werden soll dies in einem dreistufigen Prozess, in dem auch die Kunden eine Rolle spielen. Vermeiden, verringern und kompensieren umfasst die Vorgehensweise. Zunächst werden Betriebsabläufe optimiert und moderne Technik genutzt. Darüber hinaus wird beispielsweise auf den Dächern der Filialen mit Solarzellen Strom für den Betrieb erzeugt. Während der Sonnenstunden würden damit bereits über 1000 Filialen mit Strom versorgt. Der verbleibende Strombedarf soll seit diesem Jahr ausschließlich mit Grünstrom aus erneuerbaren Energiequellen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gedeckt werden. Der verbleibende CO2-Ausstoß wird durch Klimaschutzprojekte kompensiert. So wurde das CR-Ziel 2016 erreicht, ab diesem Jahr den Geschäftsbetrieb an allen Standorten in Deutschland klimaneutral zu ermöglichen.

Emissionen in vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsketten beeinflussen

Doch damit ist das Projekt „Klimaneutralität“ noch nicht beendet. Die Scope 3-Emissionen, also die Emissionen die in vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsketten verursacht werden, machen bei einem Lebensmittelhändler vermutlich den größeren Teil der Klimabelastung aus, sind zudem ungleich schwerer zu reduzieren. Aldi Süd setzt hier unter anderem auf die Zusammenarbeit mit den Lieferanten und nimmt an dieser Stelle Einfluss. Eine Einkaufspolitik, die Klimaschutz in ihren Entscheidungen berücksichtigt, kann zudem aktiv auf weltweite CO2-Emissionen einwirken. Zu nennen ist hier etwa der Bezug von Holzprodukten aus nachhaltigem Anbau. Auf der anderen Seite stehen die Kunden, deren Verhalten beispielsweise über ein entsprechendes Produktangebot gesteuert werden kann, oder eben über Bewusstseinsbildung, so wie es das Online-Spiel beabsichtigt.

 

 

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