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Zentrum für nachhaltige Entwicklung in Peking eröffnet

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Zum ersten Mal wollen Deutschland und China künftig in Afrika zusammenarbeiten.

Peking (csr-news) > Dazu startete in Peking Bundesminister Gerd Müller zusammen mit dem Minister für Handel, Zhong Shan, ein gemeinsames Zentrum für nachhaltige Entwicklung. Zunächst werden erste Länder und Projekte auf dem afrikanischen Kontinent für die neue Zusammenarbeit ausgelotet.

Minister Müller: „Mit deutschem Wissen in der Berufsbildung und der Umwelt-und Energietechnik wird es uns gemeinsam gelingen, die wirtschaftliche Entwicklung in afrikanischen Ländern voranzubringen. Ausländische Investitionen müssen der heimischen Bevölkerung zugutekommen und Ausbildungs- und Arbeitsplätze für junge Afrikaner sichern. Außerdem kann mit deutschem Know-how in grüner Umwelt- und Energietechnik ein C02-sparender Wachstumspfad in Afrika beschritten werden. Dies schont die Umwelt und setzt gleichzeitig Entwicklungssprünge frei. Zusammen mit unseren chinesischen und afrikanischen Partnern und der Wirtschaft schaffen wir neue Win-win-Situationen, die eine Entwicklungszusammenarbeit in einer ganz neuen Dimension ermöglichen.“

China ist bereits der größte Investor von Infrastruktur auf dem afrikanischen Kontinent. Von 2015 bis Ende des Jahres will die chinesische Führung rund 60 Milliarden Euro in Afrika, vor allem in Infrastruktur, investieren. Zur Vorbereitung der Arbeit im gemeinsamen Zentrum für nachhaltige Entwicklung führte Müller Gespräche mit den chinesischen Finanzminister Xiao Jie und Handelsminister Zhong Shan. Außerdem vereinbarte er eine engere Zusammenarbeit mit dem Development Research Center, einer auch entwicklungspolitisch tätigen Einrichtung des chinesischen Staatsrates. Müller: „Die globalen Herausforderungen, vom Klimaschutz über eine Welt ohne Hunger bis hin zu einer neuen Dimension der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Afrika, können wir nur zusammen mit China lösen. Nur gemeinsam wird es gelingen, die Nachhaltigkeitsziele, die sich die Weltgemeinschaft gesetzt hat, bis 2030 umzusetzen.“

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