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Viele Verbraucher kennen keine nachhaltigen Textil-Label

Modeschau von "Cotton Made in Africa" 2014 (Achim Halfmann / CSR NEWS)

Nicole Franken: Mehr als zwei Drittel der befragten Verbraucherinnen konnten keine nachhaltige Modemarke nennen.

Köln (csr-news) – Um die CSR-Kommunikation in der Textilbranche ist es nicht gut bestellt. Dies legen die jetzt veröffentlichen Ergebnisse einer Online-Befragung von 504 Frauen in Deutschland im April 2016 nah. Über zwei Drittel der Befragten im Alter zwischen 15 und 49 Jahren konnten dabei kein CSR-aktives Textillabel benennen. Als wichtigste Informationsquellen nannten die Frauen im Ladengeschäft angebotene Informationen, gefolgt von Informationen im WWW und TV.

Die Befragung wurde von der Kölner Kommunikationsexpertin Nicole Franken entwickelt und von der respondi AG durchgeführt. Vorgestellt werden deren Ergebnisse in dem im oekom-Verlag erschienenen Buch „Corporate Responsibility in the clothing industry. From a consumer’s perspective“, das auf einer Masterarbeit von Nicole Franken beruht. Es diskutiert gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen der Textilproduktion ebenso wie grundlegende CSR-Konzepte und eignet sich damit für den Einstieg in dieses Themengebiet. Vertiefende Informationen bietet Nicole Franken zur CSR-Kommunikation mit Blick auf die Textilwirtschaft. So erläutert sie etwa den Unterschied zwischen „Reputation“ und „Image“ oder bietet eine Übersicht zu den Aspekten von CSR-Kampagnen.

Neben der offenen Frage nach CSR-aktiven Textillabeln beinhaltete die Untersuchung eine geschlossene Frage, bei der die Namen von Textillabeln vorgegeben wurden. Dabei wurden als die fünf Nachhaltigsten unter ihnen in dieser Reihenfolge benannt: hessnatur, C&A, H&M, Tchibo und Esprit.

Insgesamt „zeigt die Arbeit deutlich auf, dass CR-Kommunikation in Deutschland verbesserungswürdig ist“, so Nicole Franken in ihrer Zusammenfassung.

Das >> Buch im oekom-Verlag

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