Partnermeldungen

Alle mit an Bord nehmen

Globale und lokale Interessen sind in Einklang – eine schöne Utopie. Strategisches Nachhaltigkeitsmanagement verfolgt das Ziel, Annäherungen unterschiedlicher Interessenslagen zu erreichen. Wie der Flughafen München GmbH sein strategisches Nachhaltigkeitsmanagement aufstellt, erklärt Christina Berghäuser im Webinar.

Die Flughafen München GmbH gilt mit 9.000 Mitarbeitern und 42,3 Millionen Passagieren (2016) als eines der leistungsstärksten Drehkreuze Europas. Um global wettbewerbsfähig zu bleiben, sind Anpassungen notwendig. Diese Vorhaben haben Einfluss auf die unmittelbare Umgebung des Flughafens und stoßen bei den Menschen dort nicht immer auf Zustimmung.

Wie werden die Interessen der Stakeholder in Einklang gebracht?

Unterschiedliche Interessen zwischen Flughafenbetreiber und den lokalen Anspruch- und Interessensgruppen gehören dazu und müssen ausgehandelt werden. Zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit und damit auch der Absicherung des Standortes muss der Flughafen seine Kapazitäten erweitern. Die Anwohner in unmittelbarer Nähe zum Flughafen sind hingegen an weniger Lärm und weniger Umweltbelastung durch Emissionen interessiert. Sie fürchten, dass durch einen möglichen Ausbau die Belastungen steigen.

Um solchen Konflikten entgegenzutreten, sind Dialoge und stetiger Austausch zwischen den Anspruchs- und Interessensgruppen mit dem Flughafen notwendig. Hinter den einzelnen Interessen stehende Bedürfnisse werden in Dialogformaten offen geäußert, um von der anderen Partei gehört und verstanden zu werden. Die Flughafen München GmbH nutzt solche Dialoge zum Beispiel, um die Nachhaltigkeitsstrategie zu ergänzen. Christina Berghäuser, Referentin für strategisches Nachhaltigkeitsmanagement des Flughafens, betont:

„Es wird zunehmend wichtiger im Dialog und Austausch mit Stakeholdern und Partnerunternehmen Projekte nicht nur anzustoßen, sondern auch gemeinsam umzusetzen. Das SDG 17  „Partnerschaft zur Erreichung der Ziele“ ist aus meiner Sicht damit besonders relevant für eine erfolgreiche Umsetzung aller SDGs“ (Christina Berghäuser).

Welche Unterstützung bieten dabei die Sustainable Development Goals?

Die Sustainable Development Goals (siehe Faktenbox) lassen die Bemühungen des Flughafens für die lokalen Anspruch- und Interessensgruppen konkreter werden. Beispielhaft lässt sich das an Sustainable Development Goal 9 zeigen: „Eine widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen, breitenwirksame und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen“. Den Flughafen beschäftigt unter anderem die Frage, wie er eine moderne und leistungsstarke Infrastruktur anbieten kann, ohne Umwelt und Nachbarschaft zusätzlich zu belasten – um so den verschiedenen Interessen gerecht zu werden. Die Teilnahme am globalen Wettbewerb und Wahrung regionaler Lebensräume müssen sich nicht ausschließen.

„Als internationaler Flughafen in einem regionalen Kontext versuchen wir mit der Befassung der SDG Ziele und Themen wie Digitalisierung, Ausbau der Infrastruktur, Innovationen und technologischem Fortschritt, wettbewerbsfähig zu bleiben und den Standort für die Zukunft zu sichern“ (Christina Berghäuser).

Exklusiver Einblick beim Flughafen München

Für das Webinar mit Christina Berghäuser, Referentin strategisches Nachhaltigkeitsmanagement Flughafen München GmbH, am 27. Juni (Beginn 12 Uhr) zu dem Sustainable Development Goal 9 „Industrie, Innovation und Infrastruktur“ können Sie sich direkt per E-Mail an hannah.rautenberg@bertelsmann-stiftung.de oder über die Seite unseres Kooperationspartners Deutsches Netzwerk Wirtschaftsethik DNWE anmelden. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

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