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Großräumige Schutzflächen für biologische Vielfalt unerlässlich

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Zum Tag des Nationalen Naturerbes am Wochenende hat der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) auf den weiterhin alarmierenden Zustand der biologischen Vielfalt in Deutschland hingewiesen.

Berlin (afp/csr-news) > Das Überleben der heimischen Tier- und Pflanzenarten könne langfristig nur gesichert werden, wenn dafür die notwendigen Lebensräume bewahrt würden, erklärte der Verband. Großräumige Naturschutzflächen seien daher wichtiger denn je. Zugleich würdigte DNR-Vizepräsident Leif Miller die Initiative Nationales Naturerbe als „bedeutenden Erfolg des Naturschutzes“. Im Rahmen des Nationalen Naturerbes verzichtet der Bund auf den Verkauf von Bundesflächen und überträgt sie in die Hände des Naturschutzes, um Wildnis und schutzwürdige Offenlandlebensräume zu sichern. Laut Bundesumweltministerium umfasst das Nationale Naturerbe mittlerweile eine Fläche von 156.000 Hektar. „Vor allem Naturschutzorganisationen waren und sind Taktgeber bei der langfristigen Sicherung wertvollster Naturschutzflächen. Wenn wir jetzt zurückschauen, haben wir in den letzten knapp 20 Jahren enorm viel gemeinsam erreicht“, so Miller. Aus Sicht des DNR und seiner Strategiegruppe ist eine weitere Stärkung des Nationalen Naturerbes auch zukünftig unabdingbar.

Die Flächen werden demnach von den Ländern, der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, den Naturschutzverbänden und -stiftungen sowie dem Bundesforst im Zusammenwirken mit dem Bundesamt für Naturschutz betreut. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) erklärte, das Nationale Naturerbe „war und ist eine herausragende Initiative des Bundes“. „Nach nunmehr drei Legislaturperioden blicken wir auf eine unglaubliche Erfolgsgeschichte für die Natur zurück. Allein die Größe vieler Naturerbeflächen ist in unserem dicht besiedelten Land von unschätzbarem Wert für Natur und Landschaft. Wir bewahren damit nachfolgenden Generationen einzigartige Lebensräume und ein Stück Naturschutzgeschichte.“

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