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Zahl der Fettleibigen in 73 Ländern verdoppelt

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Krankhaftes Übergewicht bedroht weltweit die Gesundheit von immer mehr Menschen.

Washington (afp) > Laut einer am Montag veröffentlichten Untersuchung hat sich die Zahl der Fettleibigen in 73 Ländern seit 1980 mehr als verdoppelt. 2015 seien in diesen Ländern 603,7 Millionen Erwachsene sowie 107,7 Millionen Kinder fettleibig gewesen, erklärten die Autoren einer Studie, die im US-Fachblatt „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht wurde, bei einer Pressekonferenz in Stockholm.

Durch die Zunahme des Problems hätten auch die mit Übergewicht verbundenen Krankheiten zugenommen. „Wer nicht auf seine Gewichtszunahme achtet, setzt sich Gefahren und Risiken aus“, warnte Christopher Murray von der University of Washington, einer der Koautoren der Studie. Es gehe um Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Krebs „und andere Krankheiten, die das Leben gefährden“. Vor knapp einem Monat hatte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) Zahlen zur weltweit grassierenden Fettleibigkeit veröffentlicht. Demnach ist in Deutschland fast jeder vierte Erwachsene fettleibig. Der Anteil der Menschen mit einem Body-Mass-Index von mehr als 30 beträgt hierzulande 23,6 Prozent.

Deutlich mehr Fettleibige als in Deutschland gibt es den OECD-Zahlen zufolge in den USA und in Mexiko, deutlich weniger in Japan und in Korea. Die Berechnungsformel für den Body-Mass-Index (BMI) lautet: Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Metern. Als fettleibig gilt, wer einen BMI von über 30 aufweist. Bei einem BMI von 25 bis 30 spricht man von Übergewicht. Ernährungswissenschaftler führen Übergewicht und Fettleibigkeit in den Industriestaaten vor allem auf zu viel, zu süßes und zu fettes Essen verbunden mit zu wenig Bewegung zurück. Übergewicht gilt als Risikofaktor unter anderem für Herz-Kreislauf-Krankheiten, Diabetes und bestimmte Arten von Krebs.

 

 

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