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Österreichs Nachhaltigkeitspioniere ausgezeichnet

v.l.n.r. Hannes Thaler (MAM Babyartikel), Sepp Eisenriegler (R.U.S.Z), Markus Schšrpf und Florian Faber (ARGE Gentechnik-frei), Maria Stern (MPREIS), Jakob Hackl (Labonca Biohof), Thomas Jakowiak (RHI) und Bernhard Weber (ICEP) © Philipp Lipiarski

Sechs Unternehmen in 3 Kategorien sind in diesem Jahr mit Österreichs Nachhaltigkeitspreis TRIGOS 2017 ausgezeichnet worden.

Wien (csr-news) > Ein beispielhafter Umgang mit Herausforderungen im Kerngeschäft, Verantwortung entlang der gesamten Lieferkette sowie ein wertschätzender Umgang mit Mitarbeitern und der Umwelt zeichnen die Gewinner des TRIGOS 2017 aus. Eine Expertenjury wählte aus 125 Einreichungen die 27 nominierten Unternehmen sowie die sechs Gewinner aus. Seit 2003 wird Österreichs wichtigster Nachhaltigkeitspreis verliehen.

Die Gewinner:

MPREIS, Tiroler Lebensmittelhändler, gewann den Preis für „ganzheitliches CSR Engagement große Unternehmen“ durch seine breite Auswahl an regionalen Produkten, Bio-Produkten sowie die Verwendung von erneuerbaren Energien in allen 261 Filialen – www.mpreis.at.

MAM Babyartikel, der Wiener Hersteller von Babyprodukten, wurde für die Entwicklung einer Babyflasche, die in nur drei Minuten keimfrei gemacht werden kann und damit bis zu 85 Prozent Energie(kosten) spart mit dem Preis für „ganzheitliches CSR Engagement mittlere Unternehmen“ ausgezeichnet – www.mambaby.com.

Der steirische Biohof Labonca konnte sich durch die größte Bio-Freilandhaltung Österreichs für Schweine und Rinder und das einzige EU-zertifizierte Weideschlachthaus für eine angstfreie Schlachtung in der Kategorie „ganzheitliches CSR Engagement kleine Unternehmen“ durchsetzen – www.labonca.at.

In der Kategorie „Social Entrepreneurship“ ging das Reparatur- und Service-Zentrum R.U.S.Z als Gewinner hervor: es wirkt einer ressourcenverschwendenden, umweltschädlichen Wirtschaftsweise durch Reparatur von Elektrogeräten entgegen – www.rusz.at.

Die ARGE Gentechnik-frei wurde für ihr seit 20 Jahren andauerndes Engagement zur Sicherstellung gentechnikfreier Lebensmittel in Österreich mit dem Preis für die beste nationale Partnerschaft ausgezeichnet – www.gentechnikfrei.at.

Der Wiener Anbieter von Feuerfestprodukten, RHI, ermöglichte durch strukturbildende Aktivitäten gemeinsam mit seinen Partnern COPARMEX, ICEP und TEGEV Jugendlichen in Mexiko und der Türkei eine technische Berufsausbildung und gewann damit den Preis für die nachhaltigste internationale Partnerschaftwww.rhi-ag.com.

 

Kategorienbeschreibungen:

Ganzheitliches CSR-Engagement

Neben der CSR-Strategie und der Aktivitäten im Kerngeschäft werden in dieser Kategorie die zwei aus Sicht des Unternehmens wichtigsten CSR-Maßnahmen und deren Wirkung in den Bereichen Arbeitsplatz, Gesellschaft, Markt und Umwelt bewertet. Im Falle einer erneuten Einreichung seit 2014 wird auch die Weiterentwicklung der Maßnahmen beurteilt. Ausgezeichnet werden jeweils ein kleines, ein mittleres und ein großes Unternehmen.

Beste Partnerschaft - nationales und internationales Engagement

In dieser Kategorie werden erfolgreiche Kooperationen zwischen Unternehmen und deren Anspruchsgruppen prämiert. Das Partnerschaftsprojekt kann von zwei oder mehreren Betrieben oder von Unternehmen gemeinsam mit nicht-unternehmerischen Partnern (wie z.B. NGOs, Schulen, Gemeinden etc.) umgesetzt worden sein. Der Fokus liegt auf der erzielten Wirkung – sowohl für das Unternehmen als auch für Umwelt und Gesellschaft. Diese Kategorie richtet sich an nationale sowie internationale Partnerschaftsprojekte. Der TRIGOS in dieser Kategorie wird an zwei Gewinner vergeben. Dabei wird ein nationales und ein internationales Partnerschaftsprojekt ausgezeichnet.

Social Entrepreneurship

Die Kategorie Social Entrepreneurship richtet sich an Unternehmen, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen vorrangig eine positive gesellschaftliche Wirkung erzielen. Der Unternehmenszweck ist die Maximierung des gesellschaftlichen beziehungsweise ökologischen Nutzens (Social Impact). Rein wirtschaftliche Überlegungen sind dem untergeordnet. Dennoch ist es das Ziel eines Social Business, 50 Prozent der Gesamteinnahmen aus Markteinkünften zu erwirtschaften (im Gegensatz zu NGOs). Bewertet werden neben dem Geschäftsmodell und der erzielten gesellschaftlichen/ökologischen Veränderung die Kreativität, der Innovationsgrad sowie die Vorbildwirkung und die gesamtgesellschaftliche Relevanz. Ein „klassisches“ gewinnorientiertes Unternehmen, das positive gesellschaftliche Wirkungen erzielt, indem es beispielsweise Arbeitsplätze schafft, ist kein Social Business, wenn es nicht klar in Absicht und Handlungen auf diese Wirkungen abzielt und dieses Ziel prioritär behandelt.

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