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Gemeinsames Forum für Anti-Terror-Kampf

© Facebook

Vier große US-Internetkonzern haben ein gemeinsames Forum für den Anti-Terror-Kampf gegründet und damit ihre Zusammenarbeit in dem Bereich verstärkt.

San Francisco (afp) > Facebook, Twitter, Microsoft und YouTube kündigten am Montag in einer gemeinsamen Erklärung an, das Internet-Forum werde „die Achsen der bestehenden Zusammenarbeit“ ihrer Unternehmen im Anti-Terror-Kampf systematisieren und strukturieren. Der Druck auf die Internet-Konzerne war in den vergangenen Jahren zunehmend gewachsen, den dschihadistischen Umtrieben im Netz einen Riegel vorzuschieben.

Bereits im Dezember hatten Facebook, Twitter, Microsoft und YouTube angekündigt, dass sie zusammen verstärkt gegen extremistische Inhalte im Netz vorgehen wollten. Demnach sollten „Inhalte, die Terrorismus fördern“, nicht geduldet werden. Der sogenannte digitale Fingerabdruck solle helfen, gewaltverherrlichende Inhalte zu blockieren oder zu entfernen und die Rekrutierung von Nutzern für terroristische Aktivitäten zu unterbinden. Als digitaler Fingerabdruck wird die eindeutige Identifizierung eines Webnutzers über ein Prüfverfahren bezeichnet. Nun kündigten die US-Internetfirmen an, dass sie „die besten technologischen und organisatorischen Werkzeuge“ ihrer Unternehmen untereinander austauschen wollten. Das neue Forum soll demnach auch mit Start-Ups, Gruppen der Zivilgesellschaft, Universitäten, Regierungen und Organisationen wie der Europäischen Union oder den Vereinten Nationen zusammenarbeiten können.

Konkret soll das Forum unter anderem über lernende Maschinen („learning machine“) extremistische Inhalte ausfindig machen, bessere Möglichkeiten zur Entfernung problematischer Inhalte erforschen und sogenannte Gegenreden entwickeln, also eine Art Gegenargumentation zu dschihadistischer Propaganda. Erkenntnisse sollen zwischen den Unternehmen und den beteiligten Organismen ausgetauscht werden. Die EU und die USA hatten den Druck auf die Internetkonzerne zuletzt erhöht, um gegen terroristische Aktivitäten im Netz vorzugehen. Nach einer Reihe von Anschlägen in Großbritannien hatten einige Firmen ein verstärktes Gegensteuern angekündigt. Die Familien von drei Opfern eines Anschlags in Orlando in den USA hatten im Dezember ein Justizverfahren gegen Facebook, Twitter und Google angestrengt, denen sie vorwerfen, für die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) „materielle Unterstützung“ geleistet zu haben.

 

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