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US-Ausstieg verleiht Klimaabkommen „weltweiten Schub“

UN Photo/Vyacheslav Oseledko

Die Abkehr der USA vom Pariser Klimaabkommen hat den internationalen Klimaschutzbemühungen nach Einschätzung von UN-Generalsekretär Antonio Guterres Auftrieb beschert.

Lissabon (afp) > Seit der Entscheidung der US-Regierung von Präsident Donald Trump gebe es einen „weltweiten Schub“ für den Klimaschutz, sagte Guterres am Montag bei einer Konferenz in Lissabon. Von den im Abkommen verbliebenen Staaten gebe es nun eine „Bekräftigung“ ihrer Verpflichtungen, sagte Guterres. Dies sehe er besonders „bei der Europäischen Union, China und Indien“. Aber auch in den USA habe die Austrittsankündigung für mehr klimapolitisches Engagement in einigen Städten und Bundesstaaten gesorgt. Michael Bloomberg, ehemaliger Bürgermeister von New York und UN-Sondergesandter für Städte und Klima, zeigte sich überzeugt, „dass die USA im Stande sind, die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen“.

Anfang Juni hatte US-Präsident Donald Trump nach wochenlangem Zögern angekündigt, dass die USA das Pariser Klimaabkommen verlassen würden. Die USA haben weltweit nach China den zweithöchsten Treibhausgasausstoß. Trump begründete seinen Schritt damit, dass die Pariser Vereinbarung, die als Meilenstein im Bemühen für den weltweiten Klimaschutz gilt, einseitig zu Lasten seines Landes gehe und zum Verlust von Arbeitsplätzen führe.

 

 

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