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Keine Verbrennungsmotoren mehr

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Frankreich will bis spätestens 2040 den Verkauf von Diesel- und Benzinautos verbieten.

Von Céline SERRAT

Paris (afp) > Das sei eine „wahrhaftige Revolution“, sagte Umweltminister Nicolas Hulot am Donnerstag in Paris. Die Maßnahme ist Teil eines „Klimaplans“, mit dem Frankreich den Ausstoß von Treibhausgasen senken will. In vielen Bereichen blieben Hulots Ankündigungen aber vage und wurden von Umweltschutzorganisationen mit Skepsis aufgenommen. Das Aus für Verbrennungsmotoren spätestens im Jahr 2040 sei für die Automobilhersteller eine große Herausforderungen, sagte Hulot. Die Bedingungen für ein Gelingen seien aber erfüllt – gerade französische Autobauer hätten Lösungen „in ihren Schubladen“. Kurzfristig soll für Haushalte mit niedrigem Einkommen eine neue Abwrackprämie eingeführt werden, um ältere Fahrzeuge gegen weniger stark verschmutzende auszutauschen. Die Prämie soll beim Verkauf eines vor 1997 gebauten Dieselfahrzeugs oder eines vor 2001 gebauten Benziners gezahlt werden. Angaben zur Höhe der Kaufprämie machte Hulot nicht.

Der Umweltminister stellte am Donnerstag in Paris einen Plan vor, wie Frankreich seine Zusagen im Kampf gegen den Klimawandel einhalten will. Neben dem künftigen Verbot von Verbrennungsmotoren sollen vier Milliarden Euro in die energetische Sanierung von Gebäuden investiert werden. Neue Genehmigungen für die Förderung fossiler Energieträger sollen nicht erteilt werden. Übergreifendes Ziel ist es, dass Frankreich bis 2050 CO2-neutral wird. Das ist ein ehrgeizigeres Ziel als die bisherige Maßgabe, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2050 zu vierteln. In vielen Bereichen blieben Hulots Ankündigungen aber vage – entsprechend vorsichtig reagierten Umweltschutzorganisationen. „An der Diagnose gibt es nicht auszusetzen“, sagte Greenpeace-Vertreter Cyrille Cormier. „Aber wo sind angesichts der klimatischen Dringlichkeit die konkreten Maßnahmen?“ Das Ziel eines Verkaufsverbots für Benzin- und Dieselfahrzeuge sei ein „nützliches Signal“. „Aber wir würden wirklich gerne wissen, was die ersten Etappen sind.“ Auch gebe es keinerlei konkrete Ankündigung zum Ausbau der Erneuerbaren Energien und zur Senkung des Atomstromanteils. „Den schönen Versprechungen folgt keinerlei konkrete Maßnahme“, kritisierte auch Oxfam-Frankreich-Sprecherin Armelle Le Comte.

Die Ankündigung, den Verkauf von Verbrennungsmotoren bis Ende 2040 zu stoppen, sorgte auch in Deutschland für Reaktionen. „Das ist interessant und mutig“, erklärte der Grünen-Bundestagsabgeordnete Oliver Krischer. „Die französische Regierung will jetzt die heimischen Hersteller für den Kampf um Marktanteile bei den Elektroautos aufstellen und zum Leitmarkt für Elektromobilität in Europa werden. Leider kneift die Bundesregierung bei dieser wichtigen Zukunftsfrage total und verweigert wirksame Vorschläge.“ Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron sieht sein Land als Vorreiter beim Klimaschutz. Der Präsident hatte nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, aus dem Pariser Klimaschutzabkommen auszusteigen, versprochen, die Anstrengungen zur Senkung von Treibhausgasen zu verstärken.

 

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