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Umweltaktivisten werden immer öfter getötet

© Rafael Rios/Global Witness

Im vergangenen Jahr sind nach Angaben der Nichtregierungsorganisation Global Witness so viele Umweltaktivisten getötet worden wie nie zuvor.

Paris (afp/csr-news) > Global Witness gab am Donnerstag bekannt, dass 2016 ihrer Zählung nach mindestens 200 Umweltschützer weltweit ermordet wurden, in diesem Jahr seien es schon 97. Besonders gefährdet waren demnach Aktivisten in Lateinamerika: Dort seien 60 Prozent der Tötungen registriert worden, erklärte die NGO. Allein in Brasilien zählte sie 49 getötete Aktivisten. Aber auch andere Länder seien betroffen: Global Witness geht von Morden in 24 Ländern aus. “Der Kampf zum Schutz unseres Planeten intensiviert sich rapide, und die Kosten können in Meschenleben gezählt werden”, sagte Global-Witness-Aktivist Ben Leather. Besonders viele Umweltschützer seien in Konflikten mit Bergbaugesellschaften oder Ölförderungsunternehmen getötet worden. Leather ging davon aus, dass die Dunkelziffer der Ermordeten noch höher liegt. “Immer mehr Menschen bleibt nichts anderes übrig, als sich dem Landraub oder der Umweltzerstörung entgegenzustellen”, betonte der Aktivist.

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