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Mehr Geld für bessere Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie

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Die Schweiz will in den kommenden Jahren mit12 Millionen Schweizer Franken das Entwicklungsprogramm „Better Work“ unterstützen.

Bern (csr-news) > Am Rande der Aid for Trade“-Konferenz der Welthandelsorganisation in Genf, gab das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft SECO bekannt, das „Better Work“-Programm in den kommenden vier Jahren weiterhin zu unterstützen. Das Programm wurde 2009 von der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und der Internationalen Finanz-Corporation (IFC) ins Leben gerufen. Von Beginn an war die Schweiz Hauptsponsor des Programms. „Hier diskutieren Delegierte aus der ganzen Welt, wie der Handel die Erreichung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung Agenda unterstützen kann. „Better Work“ ist ein konkretes und erfolgreiches Beispiel dafür, was bessere Geschäftspraktiken bewirken können: würdige Arbeitsbedingungen, Gleichbehandlung der Geschlechter und damit bessere Lebensbedingungen für Millionen von Menschen“, sagte Raymund Furrer, Leiter wirtschaftliche Entwicklungszusammenarbeit im SECO.

Bislang konnten durch das Programm 1450 Bekleidungs- und Schuhproduzenten mit 1,9 Millionen Beschäftigten erreicht werden, unter anderem in Bangladesch, Kambodscha und Jordanien. Mit den neuen Mittel, rund 12 Millionen Schweizer Franken, sollen vor allem die Partnerländer Indonesien und Vietnam stärker gefördert werden. „Das Engagement der Schweiz wird helfen, unseren Einfluss zu vergrößern“, sagte Dan Rees, Programmdirektor bei der Internationalen Arbeitsorganisation. „Wir werden bestehende und neue Partnerschaften dazu nutzen, zehn Mal mehr Arbeiterinnen und Arbeiter zu erreichen als bisher, die Geschäftspraktiken in der internationalen Bekleidungsindustrie zu beeinflussen und unsere Daten und Erfahrung in die globale Diskussion über menschenwürdige Arbeit einbringen.“

Eine kürzlich erstellte unabhängige Wirkungsanalyse von „Better Work“ zeigt auf, wie das Programm Arbeitsbedingungen verbessert, Produktionskapazitäten gesteigert und die Lebensumstände der Arbeiterinnen und Arbeiter und ihrer Familien gefördert hat. Der Bericht zeigt zum Beispiel auf, dass am Programm teilnehmende Fabriken eine um bis zu 25 Prozent höhere Rentabilität erzielten. Er hat außerdem einen positiven Einfluss auf Arbeitsbedingungen bestätigt, beispielsweise auf den Umgang mit den Beschäftigten, die Bezahlung, die Verträge oder die Arbeitszeit. Zudem soll sich das Lohngefälles zwischen den Geschlechtern um bis zu 17 Prozent verbessert haben. Zudem wird deutlich, dass die Ermächtigung von Frauen bessere Arbeitsbedingungen und höhere Produktivität für die Arbeiterinnen selber sowie bessere Gesundheit und Bildung für deren Kinder ermöglicht.

 

 

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