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Kooperation für nachhaltige Finanzwirtschaft

© Deutsche Börse AG

Die Deutsche Börse und der Rat für Nachhaltige Entwicklung haben eine Kooperation für eine nachhaltige Finanzwirtschaft beschlossen.

Berlin (csr-news) > Die Deutsche Börse AG und der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) haben am Mittwoch eine strategische Zusammenarbeit im Bereich nachhaltiger Finanzwirtschaft bekannt gegeben. Die Partner werden darin ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten im Finanzsektor koordinieren und weiter vorantreiben. Dabei werden sie sich mit Aspekten der Regulierung, marktgerechten Instrumenten und Kriterien auseinandersetzen, die eine nachhaltige Entwicklung des Finanzsystems fördern.

Die gemeinsamen Aktivitäten der Deutschen Börse und des Rates für Nachhaltige Entwicklung werden in einem Steuerungskreis für einen so genannten Hub for Sustainable Finance (H4SF) koordiniert und weiterentwickelt. Mitglieder dieses Gremiums sind zunächst Prof. Alexander Bassen, Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung, Kristina Jeromin, Head of Group Sustainability bei der Deutschen Börse, Michael Schmidt, Mitglied der Geschäftsführung der Deka Investment und Mitglied der High-Level Expert Group on Sustainable Finance der EU-Kommission, Dustin Neuneyer, Head of Continental Europe von PRI Principles for Responsible Investment sowie das hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung. Die Aktivitäten des Hub for Sustainable Finance werden vom Dialog mit der Wirtschaft und mit zivilgesellschaftlichen Akteuren geprägt sein.

Nachhaltigkeit an den Finanzmärkten etablieren

„Die Kooperation mit dem Rat für Nachhaltige Entwicklung bietet eine große Chance, gemeinsam konkrete Veränderungen in Wirtschaft und Politik zu fördern und so die notwendige Transformation hin zu einem nachhaltigen Finanzsystem stärker voranzutreiben. Diese Herausforderung kann, national und international, nur mit gebündelten Kräften gelingen. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit dem Nachhaltigkeitsrat im Hub for Sustainable Finance“, sagte Kristina Jeromin, Head of Group Sustainability bei der Deutschen Börse und Mitglied des Hub for Sustainable Finance.

Prof. Alexander Bassen, RNE, bekräftigt: „Unser gemeinsames Ziel ist, das Thema Nachhaltigkeit an den Finanzmärkten zu etablieren und in das Finanzsystem zu integrieren. Die dominierende Marktlogik ignoriert bislang wesentliche Risiken, die aus der Nicht-Befassung mit Nachhaltigkeitsthemen resultieren. Wir werden die Empfehlungen, die momentan parallel auf internationaler sowie auf Bundes- und Länder-Ebene diskutiert werden, mit Akteuren aller relevanten Anspruchsgruppen erörtern. Zudem werden wir auf die Umsetzung der sinnvollsten und wirksamsten Maßnahmen drängen.“

Als erste öffentliche Veranstaltung findet am 23. Oktober in Frankfurt ein „Sustainable Finance Gipfel Deutschland“ des Hub for Sustainable Finance im Hause der DVFA, Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management, statt. Hier sollen die wesentlichen Aspekte des Interimsberichts der High-Level Expert Group on Sustainable Finance der EU vom Juli diskutiert werden, der ebenso wie ein Diskussionspapier des RNE zur nachhaltigen Finanzwirtschaft noch bis Mitte September kommentiert werden kann. Das Expertengremium der EU gibt in seinem Zwischenbericht die wesentlichen Eckpfeiler zur Umsetzung von Nachhaltigkeitskriterien für die Mitgliedsstaaten vor. Dazu zählen Aspekte wie Systemstabilität der Finanzmärkte im Hinblick auf Umweltrisiken, die Finanzierung von nachhaltigem Wachstum und die Umsetzung in finanzpolitische Rahmenbedingungen. Zielsetzung der Veranstaltung ist, zentrale Thesen für eine Agenda nachhaltiger Finanzwirtschaft in Deutschland zu diskutieren. Diese wird als Grundlage für konkrete Empfehlungen an die Bundesregierung dienen. Darüber hinaus sollen auch Empfehlungen aus der PRI Roadmap für Deutschland einfließen, die ebenfalls im Juli 2017 veröffentlicht wurde und die regulatorischen Rahmenbedingungen Deutschlands mit denen anderer Länder vergleicht.

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