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Neuzusammensetzung der Dow Jones Sustainability Indices für 2017

S&P Dow Jones Indices und RobecoSAM haben die Ergebnisse der jährlichen Neuzusammensetzung der Dow Jones Sustainability Indices (DJSI) veröffentlicht.

London/Zürich (csr-news) > Seit 1999 bildet der DJSI World, die unternehmerische Nachhaltigkeit der weltweit führenden Unternehmen in einem Index ab. Für zahlreiche börsennotierte Unternehmen gehört die Aufnahme zu den festen Nachhaltigkeitszielen. Bewertet wird die Nachhaltigkeit nach eingehender Analyse in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung, den sogenannten ESG-Faktoren. RobecoSAM untersucht jährlich die größten Unternehmen der Welt im Rahmen seines Corporate Sustainability Assessment (CSA). Das CSA verwendet eine regelbasierte Methodik, die pro Firma 600 Datenpunkte erhebt, diese zu einer Gesamtbewertung verdichtet, entscheidet über die Aufnahme in den DJSI.

Die neue Indexkomponentenliste der DJSI werden am Montag, 11. September 2017, auf der RobecoSAM Website veröffentlicht. Alle Anpassungen treten am Montag, 18. September 2017, in Kraft.

David Blitzer, Managing Director und Vorsitzender des Index Committee von S&P Dow Jones Indices: „Viele der in diesem Jahr beobachteten Ereignisse haben erneut deutlich gemacht, wie wichtig nachhaltige Ansätze für Unternehmen sind. Firmen brauchen Richtlinien, die ihren langfristigen geschäftlichen Erfolg sichern und die nachhaltige Entwicklung ihres globalen Umfelds unterstützen.“

Industry Group Leaders 2017

Quelle: DJSI 2017

Neue Themen frühzeitig antizipieren

RobecoSAM ermöglicht durch die Entwicklung relevanter ESG-Bewertungskriterien tiefere Einblicke in die Nachhaltigkeitspraktiken von Unternehmen. In den Jahren 2014 und 2016 zum Beispiel wurden im CSA erstmals die Kriterien Steuerstrategie bzw. Materialität berücksichtigt. In diesem Jahr wurde erstmals der Aspekt „politische Einflussnahme“ als Bewertungskriterium herangezogen, um mehr über die Lobbying-Aktivitäten der Unternehmen zu erfahren. Zudem wurden die Kriterien „Wirkungsmessung & -bewertung“ auf fast alle Industrien angewandt. Vorläufige Analysen der CSA-Daten zu diesen neuen Kriterien zeigen:

Unternehmensausgaben für die politische Einflussnahme

RobecoSAM betrachtet die politische Einflussnahme als relevantes Kriterium für Investoren, das eine grössere Aufmerksamkeit von ESG- und Investmentanalysten verdient. Denn Umsätze von börsennotierten Grossfirmen können grösser als das BIP von Ländern sein, in denen sie aktiv sind. In solchen Situationen können Politik und Gesetzgebung massgeblich beeinflusst werden, wodurch Risiken und Chancen entstehen, die bei Investitionsentscheidungen berücksichtigt werden sollten.

Analysen der CSA-Daten zeigen, dass die Unternehmen im DJSI-Bewertungsuniversum im Schnitt 0,02% ihres Jahresumsatzes für Aktivitäten im Zusammenhang mit der politischen Einflussnahme ausgeben (Medianwert: 0,01% des Gesamtumsatzes). Ausserdem zeigt sich, dass die Unternehmen generell wenig gewillt sind, Angaben zu ihren Ausgaben für politische Einflussnahme zu machen, welche über die gesetzliche Verpflichtung hinausgehen.

Unternehmen tun sich noch schwer mit der Bewertung finanzieller Auswirkungen

Vor dem Hintergrund der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (SDGs) wollen Unternehmen genauso wie Regierungen und Investoren die positiven und negativen Externalitäten der Geschäftsmodelle der Unternehmen verstehen und wissen, wie die Produkte, Dienstleistungen und operativen Abläufe der Unternehmen zur Realisierung der SDGs beitragen oder diesen entgegenwirken. Analysen der CSA-Daten zeigen, dass die Notwendigkeit, derartige umweltbezogene und soziale Gewinne und Verluste zu verstehen, der grossen Mehrheit (70%) der Unternehmen bewusst ist. Allerdings haben noch nicht einmal 10% der Unternehmen effektive Bewertungsmechanismen eingerichtet, durch die sie detaillierte Einblicke in diese potenziellen finanziellen Auswirkungen erhalten.

Für den DJSI World ergeben sich die folgenden drei größten Indexzugänge und -abgänge (gemessen an der Marktkapitalisierung im Streubesitz):

Zugänge: Samsung Electronics Co., Ltd., British American Tobacco p.l.c., ASML Holding N.V.

Abgänge: Enbridge Inc., Reckitt Benckiser Group plc, Rio Tinto plc