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Neue Meeresschutzgebiete

Claudia Paulussen - Fotolia

Sechs neue Meeresschutzgebiete in Nord- und Ostsee sind künftig nach nationalen deutschen Rechtsvorschriften geschützt.

Berlin (afp) > Am Mittwoch wurden die entsprechenden Verordnungen im Bundesgesetzblatt verkündet und traten in Kraft, wie das Bundesumweltministerium in Berlin mitteilte. „Das ist ein wichtiger Fortschritt für den Meeresnaturschutz in Deutschland“, erklärte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD). Es handelt sich demnach um die Schutzgebiete Doggerbank, Borkum Riffgrund und Sylter Außenriff-Östliche Deutsche Bucht in der Nordsee sowie Fehmarnbelt, Pommersche Bucht-Rönnebank und Kadetrinne in der Ostsee. Alle sind bereits seit 2007 Teil des europäischen Schutzgebietnetzes Natura 2000. Die EU-Staaten sind daher verpflichtet, diese auch national unter Schutz zu stellen.

Laut Bundesumweltministerium hatte die Brüsseler EU-Kommission deshalb schon ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet. Mit der nun erfolgten Änderung dürfte dies für den Bund aber gegenstandslos sein, erklärte das Ministerium am Mittwoch. Auch die Bundesländer müssten die Gebiete landseitig schützen. Nach den neuen Schutzbestimmungen dürfen in den Gebieten kein Baggergut verstreut und auch keine künstlichen Inseln errichtet werden. Aquakulturen sind verboten. Energieerzeugung, Abbau von Bodenschätzen und die Verlegung von Unterseekabeln sind nur dann erlaubt, wenn eine Umweltverträglichkeitsprüfung positiv ausfällt.

 

 

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