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Bonus für Nachhaltigkeit?

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[exklusiv] Die Aktionärsvereinigung für nachhaltiges Wirtschaften Actares hat die Unternehmen des Schweizer Aktienindex SMI nach ihrem Umgang mit Nachhaltigkeitskriterien bei der Vergütung gefragt.

Bern (csr-news) > Demnach würden nur sieben der 22 im Index gelisteten Unternehmen nachhaltiges Wirtschaften mit der Vergütung der Geschäftsleitung verknüpfen. Actares wollte von den Unternehmen wissen, ob ihre Vergütungspolitik für die Geschäftsleitung explizit Anreize setzt für die Erfüllung von Nachhaltigkeitszielen, die über die finanzielle oder operative Nachhaltigkeit hinausgehen. Sieben SMI-Unternehmen nannten konkrete Nachhaltigkeitsziele für ihre Geschäftsleitungen mit direkten Auswirkungen auf deren Vergütung: ABB, Julius Bär, LafargeHolcim, Nestlé, Novartis, Roche und Syngenta. Keines dieser Unternehmen wollte aber Genaueres sagen zur Gewichtung dieser Nachhaltigkeitsziele bei der Berechnung des variablen Lohnanteils.

Actares sieht die Vergütungspolitik als wichtigen Indikator der Nachhaltigkeit eines Unternehmens. Berichte oder Absichtserklärungen würden als Teil der Public Relations oftmals nur ein gewünschtes Bild abgeben. Das Vergütungssystem würde hingegen die ungeschminkten Ziele eines Unternehmens und deren Gewichtung zeigen. Ob Nachhaltigkeit eine ernsthafte Rolle in der Unternehmenspolitik spielt, würde demnach vor allem durch die quantitativen und qualitativen Kriterien bei der Vergütung sichtbar.

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