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Untersuchungen beendet

Claudia Paulussen - Fotolia

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) hat ihre Untersuchungen gegen Katar wegen der verheerenden Lage ausländischer Arbeiter in dem Golfstaat offiziell beendet.

Genf (afp) > Die von Katar eingeführten Reformen seien eine „sehr ermutigende Entwicklung“, erklärte der ILO-Verantwortliche Luc Cortebeeck am Mittwoch in Genf. Katar sprach von einer „Anerkennung“ für seine Bemühungen um die Einführung eines „modernen Arbeitssystem“ und erklärte, es sei den ausländischen Arbeitern „dankbar“. Nach Berichten über die sklavenähnlichen Zustände auf den Großbaustellen für die Fußball-WM 2022 hatte die ILO 2014 Untersuchungen eingeleitet. Auf internationalen Druck verkündete der Golfstaat später ein Ende seines umstrittenen „Kafala“-Systems, das ausländische Arbeitskräfte schutzlos ihren Vorgesetzten ausliefert. Den 2,1 Millionen ausländischen Arbeitskräften im Land wurden Verträge und Mindestlohn versprochen. Nach Untersuchungen des Internationalen Gewerkschaftsbunds kamen seit dem Jahr 2010 auf WM-Baustellen in Katar etwa 1200 Arbeiter ums Leben. Viele von ihnen sind Ausländer, die meisten von ihnen kommen aus armen Staaten Asiens.