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Verbot von Tiertransporten in Drittländer

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Ein Bündnis aus Tierschutzorganisationen hat ein Ende der Lebendexporte von Schlachttieren gefordert.

Berlin (afp) > Deutschland habe über ein Dutzend Abkommen mit Ländern außerhalb der EU zu Lebendtiertransporten, erklärte das Bündnis am Mittwoch und forderte von einer kommenden Bundesregierung, diese zu beenden. Mit den Abkommen trage Deutschland “bewusst zu erheblichem Tierleid bei” und verstoße gegen “geltendes deutsches Recht”, begründete die Initiative ihre Forderung. Jährlich verlassen mehrere Millionen Nutztiere die EU und werden in Länder in Nordafrika und den Nahen Osten gebracht. Es fehle ihnen beim Transport oft an “Nahrung, Wasser und notwendiger tierärztlicher Versorgung”, beklagte das Bündnis, dem unter anderem die Albert Schweitzer Stiftung, der Bundesverband Tierschutz und die Organisation Vier Pfoten angehören. Die Umsetzung bestehender Gesetze zum Schutz von Nutztieren beim Transport werde in der EU nur stichprobenartig kontrolliert und gälten außerhalb der EU nicht, kritisierte das Bündnis. Daher müssten bestehende Abkommen aufgelöst und es dürften keine neuen geschlossen werden. Schlachttiertransporte über Ländergrenzen hinweg seien heutzutage “gänzlich unnötig”, erklärte die Albert Schweitzer Stiftung.