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Verantwortung in der Lieferkette

Stefan Crets, Executive Director, CSR Europe © Drive Sustainability

[exklusiv] Zehn führende Automobilunternehmen starten eine Initiative zur Identifizierung und Bewältigung von Nachhaltigkeitsthemen bei der Beschaffung von Rohstoffen.

Brüssel (csr-news) > Erst vor wenigen Tagen wurden die Automobilhersteller mit Problemen in der Lieferkette konfrontiert. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International veröffentlichte einen Bericht über Kinderarbeit in den Kobalt-Minen des Kongo. Abnehmer des wertvollen Rohstoffs sind möglicherweise auch die großen Autokonzerne (Bericht auf CSR-NEWS). Es ist die Schattenseite der Forderung nach mehr E-Mobilität, denn Kobalt ist ein notwendiger Rohstoff für die Batterieherstellung.

Die Initiative Drive Sustainability, eine Partnerschaft zwischen 10 führenden Automobilunternehmen (BMW Group, Daimler AG, Ford, Honda, Jaguar Land Rover, Scania CV AB, Toyota Motor Europa, Volkswagen Group, Volvo Cars und Volvo Group), will sich nun stärker mit der Rohstoffbeschaffung in der automobilen Lieferkette beschäftigen. Wie die Initiative ankündigte, will sie eine Beobachtungsstelle für Rohstoffe einrichten, um ethische, ökologische, menschenrechtliche und arbeitsrechtliche Probleme bei der Beschaffung von Rohstoffen zu ermitteln und darauf zu reagieren.

Die Mitglieder der Initiative Drive Sustainability arbeiten bereits seit fünf Jahren zusammen an einer nachhaltigen Automobilzulieferkette. Dafür hatten sie zunächst gemeinsame Nachhaltigkeitsstandards und Grundsätze für den Beschaffungsprozess entwickelt. Mit der neuen Initiative will man nun konkrete Verbesserungen bei der Rohstoffbeschaffung erreichen. Die Risikobewertung der wichtigsten Rohstoffe wird von der britischen Dragonfly Initiative – einem spezialisierten Beratungsunternehmen für Nachhaltigkeit – durchgeführt. Basierend auf deren Ergebnissen und den Inputs der Stakeholder wird Drive Sustainability Anfang 2018 seinen Aktionsplan zur Bewältigung dieser Risiken vorstellen.

Koordiniert wird die Initiative vom europäischen Netzwerk CSR Europe. Deren Executive Director Stefan Crets erläutert auf CSR-NEWS die aktuellen Pläne.

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